Weihnachtsrevue

Weltpremiere in Hagen-Haspe macht gute Weihnachtslaune

Laden zu einer etwas anderen Weihnachtsrevue ins Gemeindehaus an der Frankstraße ein: Heinrich Baumann, Thomas Rosteck und Hans-Peter Schlien (v.li.).

Laden zu einer etwas anderen Weihnachtsrevue ins Gemeindehaus an der Frankstraße ein: Heinrich Baumann, Thomas Rosteck und Hans-Peter Schlien (v.li.).

Foto: Martin Weiske

Haspe.  Mit einer schrill-heiteren Weihnachtsrevue will die „Corbacher 20“ ihr Spendenkonto aufstocken. Hier alle Details zu einem bemerkenswerten Abend.

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Auf den ersten Blick klingt es ein wenig unbescheiden, wenn Thomas Rosteck von einer Weltpremiere spricht. Doch bei genauerem Hinsehen wir deutlich: Das hat es in Haspe tatsächlich noch nie gegeben. Am Donnerstag, 19. Dezember, lädt der Hagener Autor und freie Journalist, der sich selbst als eine Mischung aus hoffnungslosem Weihnachtsromantiker und Rampensau beschreibt, um 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) zu einer Weihnachtsrevue ins evangelische Gemeindehaus Haspe an der Frankstraße ein.

Abseits der Weihnachtsduselei

Was sich hinter dem Programm verbirgt, verrät unverblümt der markante Titel: „Schrille Nacht – heitere Nacht“. „Wir setzen nicht auf anrührende Weihnachtsduselei, sondern bei uns sollen dem Publikum die Tränen vor Lachen in die Augen schießen – wir wollen entertainen“, verspricht Rosteck für den Abend einen kurzweiligen Mix aus Kurzgeschichten rund ums Fest, musikalischen Beiträge und Chorgesang, allerdings alles abseitig der klassischen voradventlichen Routine. Da wird auch schon mal Spritzgebäck aus hartgekochten Eiern komponiert, die Lebensmittel im Kühlschrank melden sich zu Wort, oder es wird beschrieben, wie Weihnachtsdissidenten zu den Festtagen auf marokkanischen Basaren ausgenommen werden.

Die Idee zu dem launigen Abend wurde bereits im Spätsommer geboren, als die Corbacher-20-Vorstandsmitglieder Heinrich Baumann und Hans-Peter Schlien mit Rosteck grübelten, mit welchem weihnachtlichen Programm sich die Kasse der stets klammen Hasper Sozial-Anlaufstelle „Corbacher 20“ aufbessern ließe. Aus „Irgendwas mit Musik und Lesung“ wurde letztlich ein schrilles, mal komisches oder auch absurdes, teils sogar haarsträubendes Programm kreiert, das Rosteck bereits im kleinen Kreis erfolgreich angetestet hat. „Dafür werde ich sicherlich ein paar Extra-Runden ums Fegefeuer laufen müssen“, räumt der „Anstifter“ durchaus ein, dass politische Korrektheit dabei nicht immer im Vordergrund steht. Aber alles bleibe pietätvoll und familientauglich.

Pietätvoll an der Kette rasseln

„Dies ist ein Fest der Freude, da darf man auch mal schmunzeln oder an der Kette rasseln“, sagt Rosteck. Da wird im Priesterseminar in Paderborn auch schon mal die „knabenbringende Weihnachtszeit“ besungen oder auf Nenas 99 Luftballons die Zeilen „Hast Du etwas Teig für mich, dann mache ich Gebäck für dich“ geschmiedet.

Für den musikalischen Part konnten der Tücking-Chor unter der Leitung von Axel Hielscher, der Klarinettist Werner Hußendörfer sowie der Pianist Alexander Schwalb gewonnen werden. „Sie präsentieren Weihnachtslieder, die man in dieser Form noch nie gehört hat“, verspricht Rosteck ein Potpourri aus Shanty-Melodien, Schlagerhits, Jazz, jüdischer Klezmermusik und Weihnachtsliedern. „Was passt besser zur Geburt des Heilands als beschwingt-ausgelassene Feiermusik?“, versprechen die orchestererfahrenen Musiker Rhythmen die in Ohren und Beine gehen.

Karten für die Weltpremiere gibt es für 12 Euro im Vorverkauf im evangelischen Gemeindebüro, Frankstraße 9, in der Corbacher 20 sowie an der Abendkasse für 15 Euro.

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