Freilichtmuseum Hagen

Wuchtige Schmiedekunst zeigt sich in Hagen hautnah

Hauptsponsor Friedhelm Schlößer (rechts) lässt es sich nicht nehmen, selbst einmal zum Hammer zu greifen.

Hauptsponsor Friedhelm Schlößer (rechts) lässt es sich nicht nehmen, selbst einmal zum Hammer zu greifen.

Foto: Antonia Lauterborn

Selbecke.  Die Schmiedezunft präsentiert im Freilichtmuseum, warum sie auch heute noch aktuell ist. Interessenten sind zum Finale am Sonntag willkommen.

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Funken sprühen, Feuer lodert und Metall trifft lautstark auf Metall: so sieht in dieser Woche das dritte internationale Jungschmiedetreffen im Hagener Freilichtmuseum aus. Über einen Zeitraum von fünf Tagen treffen sich zwanzig junge Schmiede aus Deutschland und angrenzenden Ländern, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. In nur fünf Tagen soll das voll funktionstüchtige Modell eines sogenannten Schwanzhammers, ein wasserbetriebener mechanischer Fallhammer, entstehen. Die auf mehreren historischen Werkstätten verteilten Arbeiten können im Verlauf der Woche von den Besucherinnen und Besuchern des Freilichtmuseums begutachtet werden. Bei Fragen stehen die jungen Schmiede gern zur Verfügung und geben Auskunft über ihr Handwerk.

Unter den Schmieden finden sich viele Auszubildende, darunter auch der siebzehnjährige Österreicher Tobias Wurzenrainer. Er erzählt, wie er zum Handwerk fand: „Ich stamme aus einer Handwerkerfamilie und wollte schon immer selbst ein Handwerk erlernen. Beim Schmieden kommen im Vergleich zu anderen Handwerksberufen weniger Maschinen zum Einsatz, dort wird weiterhin auf Handarbeit gesetzt – wie im Mittelalter. Die Arbeit wird deshalb auch nie langweilig, es ist jedes Mal ein völlig anderer Prozess.“

Mit eigener Hände Arbeit

Genau wie der Organisator der Veranstaltung, der Internationale Fachverband gestaltender Schmiede (IFGS), legt auch Mit-Sponsor Peter Elgaß (Verlag Hephaistos), großen Wert darauf, jungen Besuchern den Beruf des Schmieds näherzubringen. „Wir möchten der Jugend zeigen, dass man mithilfe der Metallbearbeitung etwas Greifbares mit den eigenen Händen schaffen kann.“

Dem IFGS ist es außerdem gelungen, den Schauspieler Heinz Hoenig als Schirmherrn des Treffens zu gewinnen. Er wird am Wochenende die Schmiedearbeiten vor Ort begleiten und als Abschluss dem Hagener Freilichtmuseum den fertiggestellten Schwanzhammer feierlich überreichen. Das Exponat verbleibt daraufhin im Museum und kann als voll bewegliches Anschauungsmodell von den Besuchern bewundert werden und wird gleichzeitig an das Jungschmiedetreffen erinnern.

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