Mein Hagen

Zwölfmal um den Erdball

WP-Redakteur Martin Weiske

WP-Redakteur Martin Weiske

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Es gibt gute Gründe dafür, in Hagen über eine kommunale E-Bike- und E-Roller-Flotte nachzudenken, meint WP-Kommentator Martin Weiske.

Die Vitalität des Rathaus lässt sich nicht bloß innerhalb der Mauern der Verwaltungsbüros erleben. Reichlich Bedienstete sind tagtäglich zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger auch im Außendienst unterwegs. Ihr Ziel: In Hagen alles zum Besseren zu wenden.

Da die Dienstwagenflotte der Kernverwaltung jedoch eher übersichtlich ausfällt, nutzen die Rathaus-Kollegen dafür vorzugsweise ihre Privat-Pkw, um Termine vor der Tür zu erledigen. Dabei kamen im vergangenen Jahr stolze 500.000 Kilometer zusammen, die von den etwa 500 fraglichen Kollegen mit 30 Cent pro Kilometer (150.000 Euro) abgerechnet wurden. Also gut zwölfmal rund um den Globus. Vorzugsweise die Mitarbeiter der Gebäudewirtschaft, aus dem Fachbereich Jugend und Soziales sowie vom Ordnungs- und Umweltamt sind mit eigenen Autos für die Stadt unterwegs.

Da stellt sich natürlich schon die Frage, ob es in Zeiten der angestrebten Verkehrswende und der Fridays-for-future-Bewegung nicht höchste Zeit wird, hier auch einmal die kommunale Mobilitätsstrategie zu überdenken. Neben der Klassiker-Idee, auf das Angebot der Hagener Straßenbahn AG umzusteigen, wäre natürlich auch eine städtische E-Bike- oder E-Roller-Flotte vorstellbar. Alle Alternativ-Varianten hätten den Vorteil, dass städtische Bedienstete am eigenen Leib ihre Erfahrungen machen könnten, ob die Verkehrswende funktioniert.

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