Niederwenigern

Hattingen: Tod von zwei Heimbewohnerinnen wird untersucht

Im Seniorenzentrum St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern sind am Mittwochabend zwei Bewohnerinnen verstorben, deren Todesursache jetzt ermittelt werden muss.

Im Seniorenzentrum St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern sind am Mittwochabend zwei Bewohnerinnen verstorben, deren Todesursache jetzt ermittelt werden muss.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen  Vormittags gegen Corona geimpft, am Abend verstorben - die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt beim Tod von zwei Heimbewohnerinnen in Hattingen.

Im Seniorenzentrum St. Mauritius in Niederwenigern sind am Mittwochabend zwei Bewohnerinnen verstorben, die noch am Vormittag gegen das Coronavirus geimpft worden sind. Ob hier ein Zusammenhang besteht, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Essen.

Die beiden Frauen waren 93 und 99 Jahre alt, teilt der EN-Kreis mit. Eine der beiden sei in der Palliativversorgung untergebracht gewesen, die andere hatte mehrere Vorerkrankungen.

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Auf Totenscheinen wurde zunächst "ungeklärte Todesart" angekreuzt

"Die relativ enge zeitliche Abfolge war der Anlass dafür, dass auf den Totenscheinen ,ungeklärte Todesart' angekreuzt worden ist", so Michael Schäfer, der Leiter des Corona-Krisenstabs im Ennepe-Ruhr-Kreis. "Damit leitet die Polizei wie immer in solchen Fällen ein Todesermittlungsverfahren ein. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Todesart zu finden. Das Verfahren wird von der Essener Staatsanwaltschaft geführt."

Den Angehörigen der Verstorbenen spricht Schäfer öffentlich sein Beileid aus. Gleichzeitig betont er aber auch: "Die Frage, ob es möglichweise irgendeinen Zusammenhang mit der Impfung geben könnte, kann derzeit in keinster Weise beantwortet werden. Es gilt Ergebnisse abzuwarten, Spekulationen verbieten sich."

Auch das Paul-Ehrlich-Institut wurde über die Todesfälle informiert

Wie in vergleichbaren Fällen in Einrichtungen außerhalb des Ennepe-Ruhr-Kreises wurde auch das Paul-Ehrlich-Institut in Langen (Hessen) über die beiden Todesfälle informiert.

Unabhängig von diesen Ermittlungen werden Bewohner und Beschäftigte der Alten- und Pflegeheime im Ennepe-Ruhr-Kreis in den nächsten Tagen weiter geimpft. "Dies ist zu ihrem Schutz zum einen notwendig. Zum anderen bestehen nach allen vorliegenden Erkenntnissen und Rückmeldungen keinerlei Zweifel am Impfstoff", so Michael Schäfer.

5123 Impfdosen wurden bislang in den EN-Kreis geliefert

Nach dem Startschuss für die Corona-Impfungen Ende Dezember weist der Plan am Donnerstag 34 Heime auf, in denen bereits geimpft wurde oder in denen zeitnah geimpft werden soll.

>>> Aktuelles zur Corona-Lage in Hattingen gibt es in unserem

Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zusammengestellte Liste nennt folgende Details: In den Heimen wohnen 3182 Menschen, 3080 sind dort beschäftigt. Für sie wurden 5123 Impfdosen geliefert. Die Heime verteilen sich wie folgt auf die neun Städte: Breckerfeld (1), Ennepetal (3), Gevelsberg (4), Hattingen (5), Herdecke (3), Schwelm (4), Sprockhövel (1), Wetter (5) und Witten (8).

Inzidenzwert für die Stadt Hattingen ist auf 123,08 gesunken

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Hattingen ist am Donnerstag zwar um 14 angestiegen, der Inzidenzwert ist jedoch auf 123,08 (Vortag: 132,26) gesunken. 1156 Menschen gelten inzwischen als gesundet.

Im gesamten EN-Kreis ist die Zahl der Infektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 102 angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Kreisgebiet bei 124,34 (Vortag 127,73).

75 Erkrankte liegen zurzeit in den Krankenhäusern des EN-Kreises

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet sind derzeit 75 Patienten mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung. Elf von ihnen werden intensivmedizinisch betreut, neun beatmet.

Die aktuell 936 Erkrankten wohnen in Breckerfeld (24), Ennepetal (50), Gevelsberg (61), Hattingen (170), Herdecke (30), Schwelm (78), Sprockhövel (78), Wetter (56) und Witten (389).

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