Breitband-Internet

40 Kilometer Glasfaser sind in Hattingen verlegt

Der Weg ist jetzt frei für schnelles Breitband-Internet – zumindest für die meisten Teile von Hattingen. Foto:Guido Raith

Der Weg ist jetzt frei für schnelles Breitband-Internet – zumindest für die meisten Teile von Hattingen. Foto:Guido Raith

Hattingen.  Netcologne meldet den Abschluss seines Breitband-Ausbaus in Hattingen. Von den nun versorgten 23 500 Haushalten sind erst 650 ihre Kunden.

„Mission vollbracht“ meldet der Telekommunikationsanbieter Netcologne. 40 Kilometer Glasfaserkabel sind in Hattingen verlegt, 23 500 Haushalte könnten jetzt mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/Sekunde im Internet ­surfen, erklärt das Unternehmen. Jetzt soll das Marketing aufgenommen werden – denn bislang gibt es erst 650 Kunden in der Stadt.

In den Stadtteilen Mitte, ­Blankenstein, Bredenscheid-Stüter, Holthausen, Welper und ­Winz-Baak wurden 123 Technikgehäuse errichtet und installiert. Netcologne hat 3,5 Millionen Euro investiert, zu den zusätzlichen ­Kosten des Kooperationspartners Innogy SE gibt es keine Angaben.

Netcologne setzt dabei auf das immer wieder diskutierte Vectoring-Verfahren. Heißt: Die Glas­faserkabel wurden bis zu den grauen Schaltkästen in den Wohngebieten verlegt, von dort geht es dann mit den vorhandenen Kupferleitungen in die Haushalte – das bremse wieder die Geschwindigkeit, mahnen Experten. Auch die Telekom, die zurzeit beispielsweise in Niederbonsfeld und Niederwenigern den Breitband-Ausbau vorantreibt, nutzt dieses Verfahren.

Postwurfsendungen geht bald an alle Haushalte

In den kommenden Wochen will Netcologne Postwurfsendungen an die rund 22 800 Privathaushalte versenden (hinzu kommen 700 Firmen-Anschlüsse). Einen Shop des Kölner Unternehmens gibt es zurzeit nicht in der Stadt. „Wir befinden uns hierfür aber bereits in der Planung“, teilt Sprecherin Jennifer Becker auf WAZ-Anfrage mit. ­„Damit sich die Anwohner schon heute persönlich beraten lassen können, setzen wir in regelmäßigen Abständen unseren Net­cologne-Info-Bus ein.“

In einer Pressemitteilung erklärt Netcologne, dass es unter anderem von der Vertragslaufzeit beim aktuellen Anbieter abhänge, wie schnell der Wechsel stattfindet. Man empfehle, Kündigungen nicht
selbstständig vorzunehmen, „sondern diese durch das Unternehmen steuern zu lassen“. So wird die Rufnummermitnahme erleichtert.

Keine Auskunft zu Verhandlungen mit anderen Anbietern

Keine Auskunft gibt das Unternehmen dazu, ob es Verhandlungen mit anderen Telekommunikationsanbietern wie zum Beispiel Telekom, Vodafone/Arcor oder ­1-und-1 gibt, die sich in das Net­cologne-Netz einmieten können.

Aber auch bislang nicht berücksichtigte Hattinger Breitband-Gebiete, allen voran das Hügelland mit Oberstüter und Elfringhausen, dürfen auf schnelles Internet hoffen. Denn mit den rund 18 Millionen Euro Fördergeldern, die der Ennepe-Ruhr-Kreis von Bund und Land Ende 2017 erhalten hat, sollen 98,5 Prozent der bisher nicht versorgten Telefonnummern bis Anfang 2020 angebunden sein. Die Ausschreibungen für einen Ausbau laufen zurzeit.

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