Wirtschaft

Der 4. Februar ist der Tag der betrieblichen Mitbestimmung

Dr. Kurt Kiesewetter ist Personalrat bei der Stadt Hattingen.

Foto: Jürgen Theobald

Dr. Kurt Kiesewetter ist Personalrat bei der Stadt Hattingen. Foto: Jürgen Theobald

Hattingen.   Dr. Kurt Kiesewetter ist Personalrat bei der Stadt. Trotz des Personalabbaus hat er mehr zu tun.

Bereits seit sechs Jahren ist Dr. Kurt Kiesewetter für die Personalratsarbeit bei der Stadt freigestellt. Dass Mitarbeiter im Betrieb mitbestimmen können, ist für ihn wichtig. Der Tag der betrieblichen Mitbestimmung erinnert an die Verabschiedung des ersten Betriebsrätegesetzes am 4. Februar 1920.

„Wir sind zwar mitten im Personalabbau, aber die Arbeit für uns ist dennoch eher mehr geworden, weil es mehr Personalmaßnahmen gibt“, stellt der 62-Jährige fest, der schon an der Universität Oldenburg Fachschaftsarbeit machte. 1990 wechselte der promovierte Biologe zur Stadt Hattingen, leitete die Abteilung Umweltschutz.

Bereits seit 14 Jahren im Personalrat aktiv

Seit 14 Jahren ist das Verdi-Mitglied im Personalrat aktiv. Der besteht aus insgesamt elf Mitgliedern, die sich zumindest alle zwei Wochen treffen. „Wir müssen dann über Anträge sprechen. Es geht um Neueinstellungen, um Um- und Versetzungen, Überstunden“, erörtert Kiesewetter.

Vertrauensvoll nennt er die Zusammenarbeit mit dem Personaldezernenten, wenngleich „es immer viel zu diskutieren gibt, weil wir oft unterschiedliche Meinungen vertreten“. Häufig wenden sich die Mitarbeiter auch direkt an die Vertreter des Personalrats, wenn sie beispielsweise unzufrieden sind mit ihrer geplanten Versetzung.

Beteiligung an Personalratswahl liegt bei 70 Prozent

Über mangelndes Interesse an den Personalratsangelegenheiten und -wahlen kann sich Kiesewetter nicht beklagen: Bei der letzten Wahl 2016 gaben über 70 Prozent der Mitarbeiter ihre Stimme ab. Auch jüngere Kollegen würden sich für den Personalrat engagieren. Die nächste Wahl steht erst wieder 2020 an.

Fit sein müssen die Personalratsmitglieder nicht nur im Landespersonalvertretungsgesetz, sondern auch im Tarif- und Beamtenrecht. „Darin sind wir aber geschult worden“, erklärt Kiesewetter. Er erinnert sich auch an die neue Entgeltordnung. „Die ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Viele, die höher gruppiert werden wollten, mussten einen Antrag bis Ende Dezember stellen. Aber das war nicht für alle vorteilhaft. Viele kamen zu uns, die haben wir aber zu den Gewerkschaften weitergeschickt, weil sie spezielle Berechnungsprogramme haben. Viele stellten dann einen Antrag.“

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