Familien

Eine engagierte Freundin für das Kinderhospiz

Will sich ehrenamtlich stark machen für die Arbeit im Kinderhospiz: Heide Adolphs.

Foto: Fischer

Will sich ehrenamtlich stark machen für die Arbeit im Kinderhospiz: Heide Adolphs.

hattingen.   Heide Adolphs setzt sich für das Haus ein, das schwerkranke Kinder und ihre ganze Familie aus Hattingen auffängt.

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Heide Adolphs (45) musste „lange nachdenken“ und hat die Tageszeitung immer wieder weggelegt, in der Mitstreiter für einen Freundeskreis gesucht wurden, der das Bergische Kinderhospiz in Wuppertal unterstützt. Denn die Hattingerin kann sich nichts Schlimmeres vorstellen für eine Familie, als dass das Kind lebensbedrohlich erkrankt und wahrscheinlich vor den Eltern stirbt. Diesen Familien will sie helfen.

Das Treffen für den Freundeskreis, das über 20 Interessenten besuchten, hat die Hattingerin überzeugt, Gespräche mit Hospizvertretern haben Berührungsängste genommen. Die Mutter einer 15-jährigen Tochter, die die Realschule Grünstraße besucht, weiß, wie es sich anfühlt, nahestehende Angehörige zu verlieren. Ihr Bruder starb vor sechs Jahren, ihre Mutter vor sieben im Alter von 76. „Da bricht was zusammen.“ Alle standen sich sehr nahe. Dankbar ist Heide Adolphs dafür, dass sie ihre Mutter begleiten und ihr nahe sein konnte.

„Ogott, du fängst ja schon an zu weinen, wenn ein Tier stirbt“, hat ihr Mann im ersten Impuls gesagt, als sie ihm von Plänen erzählt hat, sich fürs Kinderhospiz zu engagieren. Aber er steht hinter ihr. Heide Adolphs ist dankbar dafür, dass das Päckchen, das andere Eltern tragen müssen, ihr erspart geblieben ist. Und überzeugt, dass sie genau hier helfen, Aktionen unterstützen, Geld sammeln will.

Vielleicht wird sie die Lesung am kommenden Samstag um 16 Uhr besuchen. Zum Tag der Kinderhospizarbeit werden Shabnam und Wolfgang Arzt ihr Sachbuch „Umarmen und loslassen“ und das Leben mit ihrer todkranken Tochter vorstellen. Anmeldung unter 0202/6955 770 oder info@kinderhospiz-burgholz.de. Es bescherte den Eltern „13 glückliche Jahre mit ihrer Tochter“.

Ein Besuch im Kinderhospiz mit Vertretern des Freundeskreises Hattingen ist geplant. Heide Adolphs will die Einrichtung kennen lernen und wissen, wofür sie sich engagiert. Und sie durch Mundpropaganda bekannt machen, damit auch Hattinger Betroffene sie mit der ganzen Familie nutzen, um eine Auszeit zu nehmen. Dort, wo das Leben auch bunt ist und viel gelacht wird.

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