Corona

Hattingen: Andrang an Vatertag auf Hof und beim Gottesdienst

Hinweise für Besucher des Open-air-Gottesdienstes in Hattingen an Christi Himmelfahrt in Zeiten von Corona. Es kamen viele Besucher.

Hinweise für Besucher des Open-air-Gottesdienstes in Hattingen an Christi Himmelfahrt in Zeiten von Corona. Es kamen viele Besucher.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Am Vatertag drängten Menschen zu Gemüsescheune und Berger Hof. Der Open-air-Gottesdienst war gut besucht. Wie das mit den Corona-Regeln klappte.

Das schöne Wetter an Christi Himmelfahrt zog viele Hattinger, aber auch Auswärtige ins Hügelland. Sie waren mit Fahrrädern, Motorrädern, Autos oder auch zu Fuß unterwegs. Anlaufziele waren vor allem die Gemüsescheune und der Berger Hof.

Immer wieder biegen weitere Autos auf den Parkplatz an der Gemüsescheune ab, doch wer sich einen freien Platz ergattert, ist ein echter Glückspilz. Denn die Gemüsescheune ist an Christi Himmelfahrt ein beliebtes Ausflugsziel.

Am Vatertag zieht es Menschen in Hattingen zu Ausflugszielen - trotz Corona

Die Menschen stehen mit ihren Masken vor den Gesichtern an der Kuchentheke Schlange, die Tische unter freiem Himmel sind fast gänzlich belegt. Die Menschen genießen ihre Kaltgetränke, essen frische Erdbeeren und unterhalten sich – das geht auch in Corona-Zeiten.

Die meisten halten sich an die vorgeschriebenen Hygieneregeln, achten auf die Abstände – und wer von seinem Tisch aufsteht, setzt sich seine Schutzmaske auf. „Dieses schöne Wetter muss man doch einfach mal genießen“, sagt eine Dame, die mit ihrem Mann zum Kaffeetrinken gekommen ist.

Am Berger Hof versammeln sich ebenfalls viele Menschen, der Parkplatz ist bis auf den letzten Platz belegt. Auch eine Gruppe von Motorradfahrern macht einen Zwischenstopp auf ihrer „Vatertagstour“ am Berger Hof. Und der allgemeine Zulauf nimmt gegen Mittag weiter zu.

Open-air-Gottesdienst am Haus Friede ist gut besucht

Gut besucht ist allerdings auch der Open-Air-Gottesdienst am „Haus Friede“. Etwa 120 Gläubige singen und beten miteinander. Auf der großen Wiese hinter dem Gäste- und Tagungshaus ist alles für einen Corona-gerechten Gottesdienst vorbereitet.

Die Besucher des Gottesdienstes tragen sich in Listen ein, Desinfektionsmittel-Spender und Schutzmasken liegen bereit, Stühle für Einzelpersonen und Bänke für Paare sind mit dem nötigen Sicherheitsabstand aufgestellt. Manche Besucher haben sich eine Decke mitgebracht und schauen darauf sitzend von einer kleinen Anhöhe auf den Pavillon, unter dem der Altar und die Musiker Platz gefunden haben.

Pfarrer und Jugendreferent vertonen Hygieneregeln beim Gottesdienst schwungvoll

Pfarrer Frank Bottenberg, Pfarrerin Marianne Funda und Jugendreferent Julien Middelmann führen durch einen lockeren Gottesdienst. Zur Einstimmung vertonen Bottenberg und Middelmann noch einmal die wichtigen Hygieneregeln in einem schwungvollen Lied. Mit den Worten: „Ich habe zwei richtig gute Nachrichten“, steigt der Pfarrer der St. Georgs-Gemeinde dann ein. „Ihr könnt die Masken abnehmen, wenn ihr auf euren Plätzen seid und singen dürfen wir unter freiem Himmel auch.“ Dies ist ja bei Gottesdiensten in den Kirchen untersagt.

Mit bekannten Liedern, die von Gitarren, Saxophon und Keyboard begleitet werden, geht es weiter. Ernst und nachdenklich wird es im Predigt-Gespräch. „Vertraut nicht auf die Selbstdarsteller, Profiteure der Krise und Egoisten, gerade in den heutigen Zeiten“, sagt Bottenberg. „Wir brauchen Weite und einen kühlen Verstand, aber auch die Nähe. Genau das müssen wir verstehen.“

Botschaft der Predigt kommt bei den Besuchern des Gottesdienstes gut an

„Es war ein wirklich schöner Gottesdienst“, sagt ein Ehepaar auf dem Heimweg. Vor allem sei die Botschaft der Predigt richtig und wichtig gewesen. Eine Sache vermisst das Ehepaar aus Hattingen aber: Das anschließende Beisammensein mit Verköstigung, das nach dem Open-Air-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt Tradition hat. „Aber darauf müssen wir diesmal verzichten. Das ist eben so. Im nächsten Jahr ist das aber hoffentlich wieder anders“, so die Dame.

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