Corona-Impfungen

Hattingen: So läuft es mit dem Impfzentrum im EN-Kreis

Ab Februar sollen die ersten Menschen im Corona-Impfzentrum des EN-Kreises geimpft werden können. (Symbolbild)

Ab Februar sollen die ersten Menschen im Corona-Impfzentrum des EN-Kreises geimpft werden können. (Symbolbild)

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Hattingen  Ab Februar sollen Über-80-Jährige im Impfzentrum des EN-Kreises geimpft werden. Was es zum Impfzentrum für Hattingen in Ennepetal zu wissen gibt.

Die Impfungen gegen Covid-19 laufen im Ennepe-Ruhr-Kreis seit Ende Dezember. Ein Großteil der Pflegeheim-Bewohner und Mitarbeiter hat bereits die erste Spritze bekommen. Mit den zweiten Impfungen soll in der dritten Januarwoche begonnen werden.

Ab Februar soll auch das Corona-Impfzentrum in Ennepetal den Betrieb aufnehmen. Wer zuerst geimpft wird, wie Impftermine vereinbart werden und was es sonst zum Impfzentrum des EN-Kreises und zur Corona-Impfung zu wissen gibt, beantworten wir hier:

Wo befindet sich das Impfzentrum für Hattingen?

Für den . Innerhalb weniger Tage hatte der Kreis es in einem ehemaligen Aldi-Markt in Ennepetal errichten lassen. Die Adresse lautet Kölner Straße 203, die nächstgelegene Bushaltestelle heißt Im Schacht.

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Wie komme ich von Hattingen aus am besten zum Impfzentrum?

Von Hattingen aus geht es am schnellsten mit dem Auto zum Impfzentrum. Wahlweise über die A43 bis zum Kreuz Wuppertal Nord und von dort aus weiter über Schwelm nach Ennepetal oder komplett über Land. Im letzteren Fall führt der Weg von Hattingen über Sprockhövel und Schwelm bis nach Ennepetal. Beide Strecken sind mit knapp über 20 Kilometern etwa gleich lang und die Fahrzeit beträgt ohne Stau und Behinderungen etwa eine halbe Stunde. Am Impfzentrum gibt es 70 Parkplätze.

Auch eine Anreise mit dem Bus ist möglich. , die sich halbstündlich abwechseln:

Komfortabler ist die Verbindung, die immer um .31 startet. Hier hat der Ennepe-Ruhr-Kreis dafür gesorgt, dass die Linie SB37 während der Öffnungszeiten des Impfzentrums an der dortigen Haltestelle (Im Schacht/Impfzentrum) hält. Somit gibt es einmal die Stunde eine durchgehende Verbindung von Hattingen zum Impfzentrum.

Die Alternative startet ebenfalls mit dem Bus SB37, der Reisende innerhalb von 23 Minuten bis zum Busbahnhof Haßlinghausen in Sprockhövel bringt. Dort sind vier Minuten Zeit, um den Anschluss – die Buslinie 551 Richtung Richtung Voerde/Ennepetal – zu erwischen. Diese Fahrt dauert noch einmal 31 Minuten bis zum Busbahnhof Ennepetal, von wo aus es mit dem Bus der Linie 608 Richtung Barmen weiter geht. Er fährt noch einmal sechs Minuten bis zur Haltestelle Im Schacht. Läuft alles planmäßig, sind Reisende auf dieser Strecke eine Stunde und sechs Minuten unterwegs.

Wann ist das Impfzentrum geöffnet?

Ab Montag, 1. Februar, sollen die ersten Menschen im Impfzentrum des EN-Kreises geimpft werden. Es soll dann montags bis freitags, jeweils von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. Um die schützende Spritze zu erhalten, muss allerdings zuvor ein Termin ausgemacht werden.

Wie melde ich mich zur Impfung an?

Die Terminvergabe erfolgt ab Montag, 25. Januar, 8 Uhr, entweder online oder telefonisch. Impfberechtigte Bürger - zunächst werden es die Über- 80-Jährigen sein, die nicht in einem Pflegeheim leben - können im Internet unter www.116117.de einen Termin vereinbaren. Die telefonische Terminvergabe läuft über die 116 117 sowie ausschließlich im Bereich Westfalen-Lippe, zu dem Hattingen und Sprockhövel gehören, auch unter der Rufnummer 0800 / 116 117 02.

Voraussetzung, um einen Termin vereinbaren zu können, ist allerdings ein Informationsschreiben, das die Kommunen zuvor an die Impfberechtigten verschicken. Vor dem 25. Januar ist keine Anmeldung zum Impfen möglich, auch werden keine Wartelisten geführt.

Wie viele Menschen werden täglich im Impfzentrum geimpft?

Theoretisch können 700 Menschen pro Tag in den fünf Impfstraßen geimpft werden, 140 pro Impfstraße – allerdings wohl nicht gleich zu Anfang. Abhängig ist das von der .

Corona-Impfung für Hattingen: Wer wird zuerst geimpft?

Die Reihenfolge, in der geimpft wird, ist vom Ethik-Rat und von der Ständigen Impfkommission (Stiko) bundesweit einheitlich festgelegt. Demnach gehören Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen sowie die dort arbeitenden Pflegekräfte zu den Ersten, die sich impfen lassen können. Ebenso sollen das medizinische Personal in Krankenhäusern, Menschen, die zu Hause gepflegt werden, und Senioren über 80 schnell die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gehören zu dieser ersten Gruppe rund 36.000 Menschen, allein in den Senioren- und Pflegeheimen des EN-Kreises leben rund 4000 Bewohner, die von mehr als 2200 Pflegekräften versorgt werden. Zum Ende der ersten Januarwoche hatte der Kreis gemeldet, die Erstimpfung in 30 von 44 Einrichtungen abgeschlossen zu haben. Am Montag, 18. Januar, soll dann mit den notwendigen zweiten Impfungen in den Heimen begonnen werden. Auch die Mitarbeiter von Krankenhäusern sollen ab diesem Zeitpunkt geimpft werden können.

Für die Über-80-Jährigen, die nicht in einem Pflegeheim leben, sollen die Impfungen ab Februar in den Impfzentren beginnen. Allein in Hattingen sind das rund 4300 Menschen, kreisweit rund 24.000. Dieser Gruppe werden im Laufe der dritten Januarwoche Informationen zu Ablauf und Anfahrt postalisch durch die Kommunen mitgeteilt. Wer einen solchen Brief bekommt, kann einen Termin im Impfzentrum ausmachen.

Kann ich mich bei meinem Hausarzt in Hattingen gegen Corona impfen lassen?

Ab wann die Impfungen über die Hausarztpraxen möglich sein werden, ist bislang noch nicht ganz klar. Das Land NRW rechnet grob mit einem halben Jahr. Auch das ist von der Verfügbarkeit des Impfstoffes abhängig.

Landrat Olaf Schade hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass die allermeisten Menschen im EN-Kreis sich letztlich beim Hausarzt werden impfen lassen können und gar nicht zum Impfzentrum kommen müssen.

Wie lange dauert die Corona-Impfung?

Die eigentliche Impfung dauert nur wenige Minuten, allerdings nimmt das Prozedere drum herum etwas Zeit in Anspruch. So gibt es etwa vor dem Piks erst eine Aufklärung und ein Gespräch mit einem Arzt. Nach der Spritze muss der Impfling noch eine Weile zur Beobachtung bleiben, um sicherzugehen, dass er die Impfung verträgt. Insgesamt soll der gesamte Vorgang zwischen 30 und 60 Minuten pro Person dauern. Für den vollständigen Schutz ist außerdem eine zweite Impfung nach einigen Wochen nötig.

Welchen Impfstoff gibt es?

Bislang wird hauptsächlich mit dem von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff geimpft. Hiervon sollen für die ersten drei Betriebswochen der Impfzentren NRW-weit 171.000 Dosen zur Verfügung stehen. Die Hälfte davon muss für die zweite Impfung zurückgelegt werden. "Noch ist nicht ganz klar, auf wie viel Impfstoff wir im Ennepe-Ruhr-Kreis zurückgreifen können", so Astrid Hinterthür, Leiterin des Krisenstabes im Schwelmer Kreishaus.

Zu Beginn der zweiten Januarwoche war außerdem eine erste, kleine Lieferung des Impfstoffes der Firma Moderna eingetroffen. „Aufgrund der geringen Menge werden wir dazu die nordrhein-westfälischen Unikliniken und einige Maximalversorger anschreiben und ihnen den Impfstoff anbieten”, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann dazu.

Wer führt die Impfung durch?

Es gibt einen leitenden Arzt, der sich um die medizinische Organisation vor Ort kümmert, und pro Impfstraße einen Arzt und ein bis zwei medizinisch ausgebildete Kräfte.

Wo melde ich mich, wenn ich als Helfer im Impfzentrum mitmachen möchte?

Ärzte und medizinisches Fachpersonal können sich direkt über die Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) bewerben und registrieren lassen: www.karriere-kvwl.de/jobs

Wo kann ich mich über die Corona-Impfung informieren?

Parallel zum Impfstart hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe eine Internetseite mit Informationen rund um das Coronavirus an den Start gebracht. Sie ist unter www.corona-kvwl.de erreichbar. Hier gibt es sowohl Informationen zu den Impfungen und der Impfstrategie als auch zu Tests und Schutzmaßnahmen.

Corona-Impfung: Was mache ich, wenn ich mich krank fühle?

Nach wie vor gilt, dass Patienten mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben und sich zunächst telefonisch bei ihrem Hausarzt melden sollen, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Unter der 116 117 ist außerdem der ärztliche Bereitschaftsdienst zu erreichen.

>>> Hier gibt es mehr Nachrichten aus Hattingen.

Was wir bisher zum Impfzentrum geschrieben haben:

· 24. November 2020:

· 2. Dezember 2020:

· 8. Dezember 2020:

· 9. Dezember 2020:

· 16. Dezember 2020: Impfen bei schnörkelloser Messeatmosphäre

· 16. Dezember 2020:

· 22. Dezember 2020: Corona in Hattingen: EN-Kreis erhält zum Start 400 Impfdosen

· 26. Dezember 2020: EN-Kreis erwartet bis zum Jahresende 2842 Impfdosen

· 31. Dezember 2020: Hattingen: Land überrumpelt EN-Kreis mit neuer Strategie

· 6. Januar 2021: Hattingen: Im Impfzentrum soll ab Februar geimpft werden

· 10. Januar 2021: EN-Kreis schließt Erstimpfung in 30 von 44 Pflegeheimen ab

· 13. Januar 2021: Corona: So funktioniert die Terminvergabe fürs Impfen

· 15. Januar 2021: Start im Impfzentrum: Stadt Hattingen bereitet Briefe vor

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