Bildung

Hattinger Kitas setzen auf „Qualität vor Ort“

Setzen auf Qualität in früher Bildung: Kita-Leiterin Andrea Nitsch-Wesen (links), Jana Marscheider (links auf der Bank) und Vertreter der Stadt. Fotos:Fischer

Setzen auf Qualität in früher Bildung: Kita-Leiterin Andrea Nitsch-Wesen (links), Jana Marscheider (links auf der Bank) und Vertreter der Stadt. Fotos:Fischer

hattingen.   Hattingen ist eines von bundesweit 150 Netzwerken, die frühkindliche Bildung vorantreiben. Informationstag im April.

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Hattingen hat zu wenig Personal und Geld, um alles umzusetzen, was an frühkindlicher Bildung wünschenswert wäre. Das heißt nicht, dass Qualität vor Ort nicht vorhanden wäre. Die Stadt nutzt gute Ansätze in kommunalen Kitas und vernetzt sie miteinander. Frei nach dem Motto „Ich kann nur mit den Damen tanzen, die im Saal sind“, so Egbert Willecke, Leiter des Fachbereichs Jugend, Schule und Sport der Stadt.

Nicht nur er findet das bundesweite Programm unter dem Titel „Qualität vor Ort“ zur frühkindlichen Bildung, an dem Hattingen teilnimmt, gut. Und auch in der Stadt sehen die Beteiligten eine Entwicklung zum Guten auf dem Weg zur Qualitätssteigerung in Kindertagesstätten. Die Fäden in der Hand hat dabei Andrea Nitsch-Westen, Leiterin der Tagesstätte Schreys Gasse.

Ziel sind gleiche Chancen für alle Kinder. Hattingen ist keine Modellstadt, von denen es in NRW nur drei gibt. Hattingen ist aber bei den 150 Netzwerken bundesweit dabei, die die Qualität mitgestalten. Möglich macht das ein Programm von Familienministerium und Deutscher Kinder- und Jugendstiftung, das noch bis Jahresende läuft. Jana Marscheider von der Programmabteilung „Qualität vor Ort“ machte klar, dass solche Programme nur Anstöße liefern können. Hattingen will diese nach Auslaufen des Programms aber nicht im Sand verlaufen lassen, sondern möglichst viel auch in den Kita-Alltag danach retten. Ob Musikunterricht, Sportangebote oder Naturerkundung: Es gibt Kooperationen von Stadt und freien Trägern, die zum einen ausgebaut, zum anderen vorgestellt werden sollen bei einer Veranstaltung am 20. April. Für Sportvereine, so Andrea Nitsch-Westen, könnte sich ehrenamtliches Engagement lohnen, weil sie eventuell neue Mitglieder gewinnen. Bedarf sieht sie noch bei naturwissenschaftlichen Angeboten. Mehr als 30 Partner sitzen bereits mit im Boot, darunter der Naturschutzbund oder der Tierpark Bochum.

Auf frühkindliche Bildung setzen die Akteure, weil jedes Kind ein Recht auf Bildung hat, spielerisch am meisten lernt, Bildung in jungen Jahren späteren Schulerfolg erleichtert, die Chancengerechtigkeit erhöht, hilft, dass sich Kinder gesund entwickeln, die sprachliche Bildung unterstützt, auch die Familien erreicht, sich für die ganze Gesellschaft lohnt und Armut vorbeugt.

Man kann immer mehr tun und mehr ausgeben, sind sich die Netzwerker einig. Solange nicht mehr Geld da ist, nutzen sie die vorhandenen Möglichkeiten.

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