WIRTSCHAFT

IHK-Neujahrsempfang mit Appell für Ausbildung

Kindergeburtstag? Nein, IHK-Jahresempfang! Die Kammer arbeitet ernsthaft an neuen Strukturen und ihrer Außendarstellung. 

Foto: Svenja Hanusch

Kindergeburtstag? Nein, IHK-Jahresempfang! Die Kammer arbeitet ernsthaft an neuen Strukturen und ihrer Außendarstellung.  Foto: Svenja Hanusch

Hattingen.   Werben für den Erneuerungsprozess und Talkrunde über die Nachfolge in Familienunternehmen.

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Sollte jemand zu spät zum Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet gekommen sein, hat er sich vermutlich am falschen Ort gewähnt: Hunderte bunte Luftballons flogen am Freitagabend im Schauspielhaus Bochum zur Decke. Das Treffen der 600 Gäste aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Verwaltung glich da mehr einem bunten Abend als einem IHK-Treffen.

Dazu passte auch die legere Atmosphäre der Podiumsdebatte, die von den IHK-Kompetenzfeldmanagern Kerstin Groß und Stefan Postert moderiert wurde. Die IHK, auch in Hattingen über Jahrzehnte das Sinnbild verknöcherter Strukturen und bürokratischer Attitüde, setzt ihren vor zwei Jahren eingeleiteten Erneuerungsprozess auch in der Außendarstellung fort. „Auch wir müssen alte Strukturen aufbrechen und uns neuen Ideen öffnen“, sagte IHK-Präsident Wilfried Neuhaus-Galladé.

IHK stellt ehrenamtliche Mitarbeit ihrer Mitglieder auf neue Füße

Nachdem sich die Kammer 2017 völlig neu organisiert hat, stellt sie nun die ehrenamtliche Mitarbeit ihrer Mitglieder auf neue Füße. Sie können sich künftig jenseits der Vollversammlung in Innovationskreisen und Beiräten weit mehr an der Kammer-Arbeit beteiligen als bislang.

Der Wandel war das Thema des Abends. In der „IHK-Lounge“ auf der Bühne sprachen die beiden Moderatoren mit vier Gesprächspartnern über die Frage, wie die Nachfolge in einem Familienunternehmen organisiert werden sollte, damit weder Unternehmen noch Familie Schaden erleiden. Ein Drittel der Familienunternehmer in NRW ist älter als 55 Jahre – das Thema drängt. Dabei geht es um die Zukunft von schätzungsweise 75 000 Firmen mit 500 000 Beschäftigten.

Appell an die Betriebe, sich um das Thema Ausbildung zu kümmern

Beifall erhielt Neuhaus-Galladé am Freitag auch für seinen Appell an die Betriebe, sich um das Thema Ausbildung zu kümmern und nicht über die Defizite potenzieller Azubis zu lamentieren: „Bilden Sie aus. Investieren Sie in Ihren Nachwuchs. Helfen Sie den jungen Menschen, ihre Defizite abzubauen. Geben Sie ihnen eine Chance.“

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