Konzert

Kleine Musikschüler aus Hattingen musizieren ganz großartig

Die Nachwuchs-Cellistinnen Luise, Mia und Madleen haben ihr Können beim Konzert im Alten Rathaus unter Beweis gestellt.

Die Nachwuchs-Cellistinnen Luise, Mia und Madleen haben ihr Können beim Konzert im Alten Rathaus unter Beweis gestellt.

Foto: Jürgen Theobald

Hattingen.  Schülerinnen und Schüler der Musikschule traten im Alten Rathaus bei „Klein, aber oho“ auf. Auf Perfektion kam’s nicht an. Wichtig war die Bühne.

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Puh, war das aufregend. Für die ­Kinder, die Eltern und Großeltern. Viele spielten zum ersten Mal vor so großem Publikum. Ungefähr 60 Zuhörer waren am Samstagnachmittag ins Alte Rathaus gekommen, um bei der Veranstaltung „Klein, aber oho“ den jungen Musikschülerinnen und -schülern zu lauschen.

Auf Perfektion kam es nicht an. Eher darauf, wie es sich anfühlt, vor vielen Menschen zu spielen und zu zeigen, was man in einem Jahr lernen kann. Und das machten die Kleinen ganz großartig. Ob Querflöte, Violine, Klavier, Gitarre oder gar Mandoline – sie alle traten ganz mutig nach vorne und gaben ihr Bestes.

Auch, wenn mal ein heftig schräger Ton dabei herauskam, sie alle spielten ihr Stück bis zu Ende und waren ganz stolz, als zur Belohnung applaudiert wurde. Die gesamte Atmosphäre war angenehm ruhig, durchaus selbstbewusst standen die Kinder auf der Bühne, konzentriert und strahlten, als sie es geschafft hatten. Eher cool, als aufgeregt spielte Madleen Maya Kemper mit ihrem Violoncello zusammen mit Luise Schwertfeger und Mia Siebenborn gleich drei Stücke: Die „Sternpolka“, „Kumba Yah“ und „The Wizzard“. Die Neunjährige, die auch Klavier spielt, liebt Musik. „Cello mag ich ganz besonders, weil man nicht so ganz schnell spielt“, erzählt das Mädchen mit den langen blonden Haaren. Die Kleine spielt seit einem Jahr in der Musikschule und ist ganz begeistert von Musik. Seit mindestens zwei Jahren spielt Janina Wenguan schon Klavier (schätzte sie) und interpretierte „Bloß weg hier“ von Jörg Hilbert und Felix Janosa faszinierend meisterhaft. „Zweimal im Jahr gibt es dieses Konzert und es geht in erster Linie darum auszuprobieren, wie es ist, auf der Bühne zu stehen“, sagt Teresa Giersch, die am Klavier Bente Strauß (Querflöte) begleitete.

Immer wieder spannend

Die 30-Jährige, die seit 2016 an der Musikschule unterrichtet, ist ganz begeistert von dieser Aufführung. „Jede Veranstaltung ist immer wieder unterschiedlich, aber auch immer wieder spannend.“ Denn jedes Mal entwickele sich eine eigene Dynamik, wenn die vorwiegend Grundschulkinder im Rathaus musizieren.

Es schien so, als seien die Eltern und Großeltern deutlich aufgeregter als die Akteure selbst. Immer wieder wurden die Handys gezückt, die Vorträge fotografiert oder auch gefilmt.

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