DAUERAUSSTELLUNG

NRW-Stiftung fördert Ausstellung zu Hattinger Roetzel-Orgel

Der Ehrenpräsident der NRW-Stiftung und ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert (3.v.l.), überreicht für die NRW-Stiftung einen Scheck über 16.600 Euro an Pfarrer Udo Polenske von der evangelischen Kirche St. Georg. Das Geld wird für eine Dauerausstellung zur Roetzel-Orgel in der der historischen Kalkantenstube eingesetzt.

Der Ehrenpräsident der NRW-Stiftung und ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert (3.v.l.), überreicht für die NRW-Stiftung einen Scheck über 16.600 Euro an Pfarrer Udo Polenske von der evangelischen Kirche St. Georg. Das Geld wird für eine Dauerausstellung zur Roetzel-Orgel in der der historischen Kalkantenstube eingesetzt.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  In der Kalkantenstube der Kirche St. Georg wird die Geschichte der Roetzel-Orgel erfahrbar. Warum die NRW-Stiftung das Projekt unterstützt.

„Dass die NRW-Stiftung unsere Dauerausstellung zur Roetzel-Orgel in der historischen Kalkantenstube fördert, ist eine hohe Auszeichnung“, freut sich Pfarrer Udo Polenske von der evangelischen Kirche St. Georg, der jetzt aus den Händen des Ehrenpräsidenten Jochen Borchert einen Scheck über 16.600 Euro entgegennehmen konnte.

Ehrenamtliches Engagement und Pläne zur Dauerausstellung haben überzeugt

Warum die Stiftung, die seit ihrer Gründung 1986 landesweit rund 3.100 Kultur- und Naturprojekte unterstützt hat, die Dauerausstellung in der historischen Kalkantenstube der St.-Georgs-Kirche für förderungswürdig hält, erläutert der ehemalige Bundesminister Borchert so: „Überzeugt haben uns zum einen die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich zum Förderverein ‚Historische Kalkantenstube St. Georg‘ zusammengeschlossen haben. Genau dieser ehrenamtliche Einsatz ist es, den die NRW-Stiftung belohnt.“ Zudem hätten die Pläne überzeugt, eine Dauerausstellung zum Orgelbau einzurichten und zu betreiben.

Zwar hätten bereits in der Vergangenheit immer mal wieder Besucher den Weg in die sogenannte Kalkantenstube, den Raum hinter der historischen Orgel, gefunden, sagt Pfarrer Udo Polenske. Doch bislang sei der rund 20 Quadratmeter große Raum leer gewesen.

Künftig nun soll die interessierte Öffentlichkeit den Spitzboden hinter der Orgel in kleinen geführten Gruppen von maximal fünf, sechs Personen betreten können – und Orgelgeschichte auch anschaulich erfahren.

Glaswand legt Blick auf Rückseite der historischen Orgel frei

Denn ebendort, wo im frühen 19. Jahrhundert der Blasebalg aufgestellt war, der das Orgel-Instrument mit Luft versorgte (heute hat ein modernes Schleudergebläse diese Aufgabe übernommen), sollen künftig Stellwände auf die Historie der Hattinger Orgel hinweisen. Eine Glaswand, sagt Pfarrer Polenske, solle zudem den Blick auf die Rückseite der historischen Orgel freigeben. Und auch der historische Blasebalg der Roetzel-Orgel werde wieder seinen Platz in der Kalkantenstube finden. Er wurde nach den originalen Zeichnungen aus der Hand des Christian Roetzel gebaut – verkleinert als Modell.

Unter Anleitung werden die Besucher dann, so Polenske, selbst die Rolle der Kalkanten übernehmen können – und historische Pfeifen erklingen lassen.

Info: Die Öffnung der Kalkantenstube ist für den 1. Dezember geplant. An einer Besichtigung Interessierte melden sich an unter 22524

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