Konzert

Sinfoniker des Ennepe-Ruhr-Kreises spielen Wetter-Musik

Emilia Brockhaus (v.l.) ist mit zwölf Jahren die jüngste Musikerin des Kreissinfonieorchesters. Isabel Pfeil (r.) spielt Klarinette. Hinten v.l.: Musiker Bernd Wolf, Thomas Alexander (Volksbank), Landrat Olaf Schade, Musiker Gunnar Wirth und Musikschulleiter Peter Brand.

Foto: Fischer

Emilia Brockhaus (v.l.) ist mit zwölf Jahren die jüngste Musikerin des Kreissinfonieorchesters. Isabel Pfeil (r.) spielt Klarinette. Hinten v.l.: Musiker Bernd Wolf, Thomas Alexander (Volksbank), Landrat Olaf Schade, Musiker Gunnar Wirth und Musikschulleiter Peter Brand.

Hattingen.   Das Orchester findet sich für nur drei Konzerte im Ennepe-Ruhr-Kreis im Jahr zusammen. Der Auftakt 2018 ist am Freitag in Hattingen.

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Das Kreissinfonieorchester EN hat seine Proben fast abgeschlossen. Am Freitag starten die Musiker in ihre Konzerte. Zu einem kreisübergreifenden Orchester hat sich das 2003 gegründete Nachwuchsorchester mittlerweile gemausert. Dank der Unterstützung der Volksbank Sprockhövel-Hattingen sowie dem Schirmherrn und Landrat Olaf Schade kann der Verein drei Konzerte pro Saison realisieren und dabei auf die Expertise von Berufsmusikern zurückgreifen.

Fünf Mitglieder der Bochumer Sinfoniker nahmen sich ein Wochenende Zeit, um mit den Mitgliedern das neue Programm zu proben. „Dieses Mal kamen sie relativ zu Beginn unserer Projektphase zu uns. Und ich muss sagen, das war ein Aha-Erlebnis“, erzählt Gunnar Wirth. Im Gemeindehaus an der Augustastraße konnten die Musiker ganz individuell, je nach Instrumentengruppe die neuen Stücke einstudieren. „Sie zeigten uns dann auch ganz tolle Tricks und Kniffe, wie man besonders schwierige Töne spielen kann, ohne dass man sich die Finger bricht“, erzählt Klarinettistin Isabel Pfeil.

Kooperation der Schulorchester der Gymnasien

Das Kreissinfonieorchester entstand aus einer Kooperation der Schulorchester der Gymnasien Waldstraße und Holthausen. Wo anfangs nur Schüler ihre Können zeigten, spielen heute Musiker auch höhere Semester. Das älteste Mitglied sei mehr als 70 Jahre alt, erzählt Vorstandsmitglied Pfeil. Die Jüngste ist Geigerin Emilia Brockhaus mit zwölf Jahren.

„Nach der aktuellen Projektphase suchen wir auch wieder neue Mitglieder aus dem gesamten Kreis“, erzählt Wirth. Der Vorteil gegenüber anderen Orchestern sei, dass nicht wöchentlich geprobt werde, sondern erst zwei bis drei Monate vor dem ersten Konzert die Treffen starten. „Das können sich Schüler und Berufstätige besser einrichten“, findet Initiator des Orchesters, Hattingens Musikschulleiter Peter Brand. Geprobt wird wöchentlich in einem der Gymnasien und vier Mal am Wochenende.

Unterstützung für Nachwuchs

„Der Ennepe-Ruhr-Kreis fördert das Orchester seit acht Jahren. Es bietet jungen talentierten Nachwuchskünstlern eine musikalische Heimat und Bühne“, macht Landrat Olaf Schade deutlich. Höhepunkte des Zusammenspiels der rund sechzig Musiker aus allen Städten an Ennepe und Ruhr seien alljährlich die Konzerte.

Das Programm ist sehr vielseitig. Zum Wetter gibt es „Singing in the Rain“, stürmische Stücke wie „Cloudburst“ von Ferde Grofé oder „Into the Storm“ von Robert W. Smith, aber auch Klassiker von Beethoven und ein Musicalstück aus „Der Zauberer von Oz“.

Konzerte der Kreissinfoniker

Jede Spielsaison spielten die Sinfoniker drei Konzerte im Kreis. Das erste Konzert startet am Freitag, 9. März, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Hattingen in Welper. Der zweite Termin findet am Sonntag, 11. März, um 11 Uhr im Bürgerhaus Alte Johanneskirche in Gevelsberg statt. Karten gibt es in der Musikinstrumententruhe, Emschestraße 44, oder in den Sekretariaten des Schulzentrums Holthausen und im Gymnasium Waldstraße.

Neben den Auftritten im März ist am Samstag, 30. Juni, ein Beitrag zur Extraschicht geplant. Im Rahmen der langen Nacht der Industriekultur spielt das Orchester im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen auf.

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