Stadtverwaltung

Stadt Hattingen regelt die Nachfolge von Beate Schiffer

Der aktuelle Stadtvorstand: Jens Hendrix, Frank Mielke, Beate Schiffer, Christine Freynik, Bürgermeister Dirk Glaser (v.r.).

Foto: Volker Speckenwirth

Der aktuelle Stadtvorstand: Jens Hendrix, Frank Mielke, Beate Schiffer, Christine Freynik, Bürgermeister Dirk Glaser (v.r.). Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  Fachbereichsleiter mit Dezernentenfunktion soll die Beigeordnete ersetzen. Neue Dezernatsverteilung entlastet Schul-, Jugend- und Sozialbereich.

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Dass der städtische Fachbereich 51 völlig überlastet ist, wissen Rat und Verwaltung schon lange. Mit Erziehungshilfe, Jugendförderung und Jugendkultur, Sport, Schulverwaltung, Kindertages- und Schulbetreuung sowie allen Verwaltungs und Ausschussangelegenheiten ist der Aufgabenumfang enorm. Eine Serie von Pannen war die Folge. Ende 2016 bereits wollte die Stadtspitze die Reißleine ziehen und das Riesenpensum durch einen neuen Fachbereich 40 für Schulen und Kitas kleiner fahren. Doch daraus wurde nichts. Statt im Sommer 2017 geht der neue Fachbereich erst ein Jahr später an den Start: am 1. September 2018. Dann verabschiedet sich die Beigeordnete Beate Schiffer in den Ruhestand.

Schiffer kritisiert die Umbaupläne

Richtig ist, dass die Verwaltung den Zeitpunkt nutzt, um auch an anderen Stellen der Dezernatsverteilung nachzusteuern. Wahr ist aber auch, dass die Stadtspitze ein Aufeinanderprallen der Noch-Beigeordneten mit dem neuen Fachbereichsleiter verhindern wollte – nicht zuletzt, weil Schiffer die Umbaupläne vehement kritisiert. Sie lehnt die geplante Trennung der Bereiche Jugendhilfe und Schulen strikt ab, hält sie für gesetzeswidrig.

Dem widersprechen ihre Kolleginnen und Kollegen im Stadtvorstand zwar. Steuern aber mit der jetzt favorisierten Lösung einen Kompromiss an.

Dezernatschef ist nicht mehr Beigeordneter

Die Schulen, im neuen Fachbereich 40 mit Sport und Bädern vereint, werden zwar von den Themen Kitas, Erziehungshilfen und Jugend im Fachbereich 51 getrennt, in der personellen Klammer eines Fachbereichsleiters 40 mit Dezernentenfunktion faktisch aber wieder zusammengebunden. Die neue Besetzung, nach dem Wunsch des Bürgermeisters „eine starke Hand von außen“, ist ein Dezernatschef, der nicht mehr Beigeordneter ist.

Eine Konstruktion, die im Stadtvorstand dann dreimal vertreten sein wird. Neben Bürgermeister Dirk Glaser ist nur noch die Erste Beigeordnete Christine Freynik Wahlbeamtin. Frank Mielke (Personal und Finanzen), Jens Hendrix (Bauen und Stadtentwicklung) sowie der neue Verantwortliche für Schule und Sport, Soziales und Wohnen, Kinder und Jugend sind allesamt Fachbereichsleiter mit Dezernentenfunktion. Sie haben einen Sitz im Stadtvorstand, werden aber geringer bezahlt als Beigeordnete.

Bürgermeister übernimmt die Kultur

Im neuen Dezernatsverteilungsplan lässt sich übrigens auch der Bürgermeister stärker in die Pflicht nehmen, um den FB-40-Chef zusätzlich zu entlasten. Dirk Glaser nimmt ihm den Kulturbereich mit VHS, Musikschule, Stadtmuseum und Stadtbibliothek ab.

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