Kirmes

Was die Mauritiuskirmes in Hattingen sicher macht

Die Mauritiuskirmes in Niederwenigern ist ein Volksfest mit Tradition. Ein Sicherheitskonzept trägt dazu bei, dass nichts aus dem Ruder läuft

Die Mauritiuskirmes in Niederwenigern ist ein Volksfest mit Tradition. Ein Sicherheitskonzept trägt dazu bei, dass nichts aus dem Ruder läuft

Foto: Walter Fischer / FFS

Hattingen.  Heute startet die traditionelle Mauritiuskirmes in Niederwenigern. Carsten Heile von der Firma „RuhrSec“ ist dort für die Sicherheit zuständig.

Für ein friedliches Miteinander auf der Kirmes in Niederwenigern sorgt am Wochenende wieder der Sicherheitsdienst von Carsten Heile. Der Chef von „Ruhr Sec“ ist in Hattingen überall zu finden, wo es große Veranstaltungen gibt. Ihm ist daran gelegen, dass die Feste, auf denen sich viele Menschen vergnügen, ohne Pöbeleien und Schlägereien ablaufen.

„Eine Kontrolle auf einer Kirmes ist natürlich sehr viel komplizierter als auf einem geschlossenen Fest“, sagt der Chef von einem Dutzend Angestellten. Denn da ist ein ständiges Kommen und Gehen, es gibt keine besonderen Eingänge oder Ausgänge, an denen sich das Sicherheitspersonal aufstellen kann. Die Hauptproblemgruppe seien die 16- bis 25-Jährigen. „Die glühen dann vor und kommen schon beschwipst auf die Veranstaltungen. Und zwar in der Regel sehr spät“, sagt Heile.

Auch Pfeffersprays sind auf dem Gelände verboten

Wenn dann weiter viel Alkohol getrunken wird, kommt es eben oft zu großen Aggressionen und in der Folge zu Schlägereien, dann muss „RuhrSec“ eingreifen. „Damit es nicht so weit kommt, kontrollieren wir zum Beispiel Rucksäcke und Taschen, denn es darf kein Alkohol mit auf die Kirmes genommen werden. Das bestimmt der Veranstalter zusammen mit der Stadt“, so Heile.

Auch Pfeffersprays auf das Gelände zu bringen, ist verboten. „In vielen Fällen kennen wir unsere Pappenheimer. Wir versuchen vernünftig und deeskalierend mit ihnen zu sprechen und klar zu machen, dass es gesetzlich und damit auch für die eigene Zukunft harte Konsequenzen haben kann, wenn sie eine Prügelei anfangen“, betont der Sicherheitschef. Er halte von einer vernünftigen Kommunikation viel mehr als von hartem Eingreifen. Aus dem Grunde sei die Arbeit im Vorfeld so wichtig.

Ein ganz brisanter Bereich ist der Autoscooter

Ein ganz brisanter Bereich sei immer der Autoscooter. Warum das so ist, weiß Carsten Heile auch nicht. Nur, dass es so ist, steht fest. „Vor einiger Zeit haben zwei Gruppen von Jugendlichen plötzlich aufeinander eingeprügelt. Die eine Gruppe Jugendlicher aus Kray, die andere aus Niederwenigern.“ Man müsse immer darauf gefasst sein, dass Spannungen entstehen und die Situation eskaliert.

Auch das Thema Drogen spielt eine Rolle. „Wir haben mal einen Jugendlichen kontrolliert, der in seiner Bauchtasche mindestens 15 Gramm Marihuana bei sich trug. Was macht jemand mit so einer Menge? Natürlich will er Drogen verkaufen.“

Auch bei Diebstählen greift der Sicherheitsdienst ein

Vielfältig sei die Arbeit eines Sicherheitsdienstes. Er ist zum Beispiel auch gefragt, wenn ein Kind auf der Kirmes verloren geht. „Wenn wir um Hilfe gebeten werden, sind wir sofort parat und versuchen, die Kleinen zu finden. Und wenn sich jemand den Kopf aufschlägt, leisten wir sofort erste Hilfe.“

Für den Sicherheitsdienst gilt, die Augen immer offen zu halten. Das beziehe sich auch auf Diebstähle. „Wenn wir sehen, dass so etwas passiert, greifen wir natürlich sofort ein“, sagt Heile. Im Grunde ist der Sicherheitsdienst für alle da, die Hilfe benötigen. „Und das Schöne an unserem Beruf ist, dass uns mittlerweile viele wiedererkennen und sich freuen, wenn wir da sind.“

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