Pandemie

Corona: Hohe Impfbereitschaft in Heiligenhauser Altenheimen

Auch im Caritas-Seniorenzentrum gab es eine Reihe von Corona-Infektionen.

Auch im Caritas-Seniorenzentrum gab es eine Reihe von Corona-Infektionen.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Im Heiligenhauser Domizil Wohnfühlen sollen Bewohner und MItarbeiter bald gegen Corona geimpft werden. Diakonie und Caritas folgen.

Viele Erkrankungen und leider auch Todesfälle: Nicht nur das Diakoniezentrum an der Schulstraße hatte in den vergangenen Wochen mit dem Coronavirus zu kämpfen, nicht viel entspannter sah die Situation im Domizil Wohnfühlen sowie im Caritas Seniorenzentrum St. Josef aus. Viele Bewohner und Mitarbeiter waren auch hier mit Covid-19 infiziert. Die Impfbereitschaft sei überall vorhanden. Doch das alleine helfe nicht.

Intensiv, und das auch öffentlich, setzte sich das Diakoniezentrum mit der Zahl der Erkrankungen auseinander. "Kein Geheimnis" habe man bei der Bergischen Diakonie machen wollen aus der aktuellen Situation, berichtet Sprecherin Renate Zanjani. Nach den hohen Infektionszahlen habe sich die Entwicklung nun weiter stabilisiert: Über die Poc-Schnelltestung seien keine neuen Infektionen von Bewohnern und Bewohnerinnen lokalisiert worden. "Nach wie vor sind elf Bewohner an Covid-19 erkrankt. Die Anzahl der positiv getesteten Mitarbeitenden ist um eine weitere Mitarbeiterin auf zwei gestiegen. Wir wünschen alle Erkrankten einen milden Krankheitsverlauf und gute Besserung."

Hohe Fallzahlen auch bei der Caritas

Insgesamt waren fünf Bewohner mit oder an Corona verstorben. Am Donnerstag gab es im Diakoniezentrum dann eine erneute PCR-Reihentestung durch das Kreisgesundheitsamt. Am Wochenende sollen die Bewohner und Mitarbeiter nun geimpft werden. Die Bereitschaft dafür sei sehr hoch, auch bei den Mitarbeitern und Angehörigen. Für einen Besuch in der Einrichtung ist nach wie vor ein negativer PoC-Schnelltest, nicht älter als 72 Stunden, erforderlich. Diese können die Angehörigen auch im Diakoniezentrum machen.

Eine wirkliche Zugangsbeschränkung habe es im Caritas Seniorenzentrum St. Josef an der Rheinlandstraße zwar nicht gegeben, "aber wir hatten bislang überhaupt keine Probleme mit den Angehörigen. Die meisten haben Verständnis, minimieren ihren Besuch und unterziehen sich freiwillig einem Schnelltest", berichtet Einrichtungsleiter Roland Spazier. Nur zwei Personen haben diesem nicht zugestimmt, "sie sind dann aber auch freiwillig nicht ins Haus gekommen."

30 infizierte Bewohner, zwei Todesfälle an der Rheinlandstraße

Denn gelitten hat auch das Seniorenzentrum unter Corona. "Wir hatten 30 infizierte Bewohner und 13 Mitarbeiter", berichtet Spazier weiter. "Bedauerlicherweise sind zwei unserer Bewohner mit oder an Corona gestorben", so Roland Spazier. "Das bedauern wir natürlich unendlich." Die Erkenntnis über die hohe Anzahl Infizierter sei erst durch die verpflichtenden Reihentestungen ab November gekommen. "Bei den meisten Infizierten verläuft die Erkrankung zum Glück glimpflich, manche Bewohner und auch Mitarbeiter hat es jedoch auch schwerer erwischt", berichtet der Einrichtungsleiter.

Man habe in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt sämtliche Vorkehrungen getroffen, um die Infektionskette in den Griff zu kriegen. "Das haben wir jetzt auch, nun bereiten wir uns auf die Impfungen vor. 99 Prozent unserer Bewohner und 73 Prozent der Mitarbeiter wollen sich impfen lassen", freut sich Spazier über die hohe Bereitschaft.

Im Domizil wartet man auf die Impfungen

Warten, warten, warten auf die Impfung heißt es hingegen im Domizil Wohnfühlen an der Wülfrather Straße. 17 Bewohner sind hier derzeit infiziert sowie einige Mitarbeiter, "deswegen zählt derzeit jeder Tag", berichtet Geschäftsführerin Katja Donnay. Eigentlich sollte diese schon am Mittwoch stattfinden, doch es habe bei der Lieferung Pannen gegeben. Die Impfbereitschaft sei inzwischen sehr hoch. Anfangs habe es noch Skepsis bei manchen Angehörigen und Mitarbeitern gegeben, doch durch einen Vortrag eines Arztes konnten hier Ängste genommen werden.

Zu zwei Todesfällen kam es bedauerlicherweise, "wir hoffen, dass wir deswegen so schnell es geht in die Impfung gehen können." Im Haus gebe es keine Quarantäne-Station, "ein Wohnbereich ist stärker betroffen von den Infektionen, einer gar nicht", so Donnay. In den Einrichtungen in Velbert gebe es derzeit sechs mit Corona infizierte Bewohner, in Neviges vier.

>>> Insgesamt sind in Heiligenhaus 849 Menschen mit Corona infiziert gewesen und 33 Menschen gestorben. Derzeit sind 97 Personen an Corona erkrankt, sieben davon befinden sich im Krankenhaus und 197 in Quarantäne.

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