Corona-Krise

16.000 Haushalte müssen versorgt werden

Der Betrieb der Stadtwerke Hemer läuft ganz normal.

Der Betrieb der Stadtwerke Hemer läuft ganz normal.

Foto: Privat

Hemer.  Das Team der Stadtwerke hat sich auf die Corona-Krise eingestellt.

„Wir betreiben in Hemer eine wichtige Infrastruktur, und deshalb muss alles einwandfrei funktionieren.“ Josef Guthoff, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken, freut sich, dass das 40-köpfige Team rund um Stadtwerke-Chefin Monika Otten in dieser Krisensituation gut aufgestellt ist und sich frühzeitig vorbereitet hat, um in Ernstfall handeln zu können. Die ersten internen Maßnahmen wurden schon Mitte Februar umgesetzt. 16.000 Haushalte gibt es in Hemer, und da muss die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser gewährleistet sein.

Zusammenarbeit mitEnergieverbänden hilfreich

„Die Zusammenarbeit mit den übergeordneten Energieverbänden ist hilfreich, denn die haben derartige Szenarien schon durchgespielt, natürlich in der Hoffnung, dass man die Notfallpläne nie braucht“, sagt Josef Guthoff. Die gesamte Energiebranche hat im Rahmen ihres Krisen- und Notfallmanagements Prozesse aufgesetzt, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert werden. Für Krisenfälle werden die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft bei Bedarf in lokalen und regionalen Krisenstäben in Landkreisen und kreisfreien Städten eingebunden.

In Hemer selbst seien frühzeitig die ersten Maßnahmen im Hause umgesetzt worden, angefangen von den Hygiene- und Verhaltensregeln und den fortlaufenden Absprachen mit den Behörden und Verbänden, so Guthoff, man habe die aktuellen Entwicklungen stets im Blick.

Viele Mitarbeiter der Stadtwerke haben aktuell Homeoffice-Arbeitsplätze. Es erfolgte die Trennung von Mitarbeitern, um Vertretungen und damit eben auch die Prozessabläufe sicherzustellen.

Monteure fahren direktvon zu Hause aus los

Der Störungsdienst musste sich ebenfalls umstellen, und die Monteure fahren nun direkt von zu Hause raus. Vorsorglich wurden externe Termine eingeschränkt. „Das Ganze ist erstmal für alle eine Umstellung, aber es funktioniert“, so Josef Guthoff, „und der Betrieb läuft bisher normal weiter“. Um die Mitarbeiter und auch Kunden zu schützen, werden keine Besucher mehr empfangen, weder an der Wasserwerkstraße noch im Kundencenter an der Hauptstraße. „Dass das alles so gut läuft, klappt nur, weil die Mitarbeiter sehr flexibel sind und alle toll mitziehen. Alle halten hier zusammen“, freut sich Stadtwerke-Chefin Monika Otten über den Einsatz ihres Teams.

Größtes Augenmerk legen die Stadtwerke auf die Sicherstellung von betriebsnotwendigem Personal – eigenes als auch von Dienstleistern – insbesondere für den Entstördienst. Die Fernwirktechnik und der hohe Automatisierungsgrad erleichtern grundsätzlich den Regelbetrieb. Bei weitergehenden, behördlichen Maßnahmen können die Techniker, die in der Rufbereitschaft eingebunden sind, freigestellt stellen und nur noch mit den wichtigsten Aufgaben betreut werden. Auch für den Störungsdienst gibt es ein Backup, es wird zudem mit Partnerbetrieben kooperiert.

Betrüger nutzen dieaktuelle Situation aus

Wichtig ist es den Stadtwerken, die Bürger vor Betrügern zu warnen, die die aktuelle Situation an der Haustür ausnutzen möchten. Die Stadtwerke schränken Kundenkontakte soweit wie möglich ein und vereinbaren nur in Notfällen Termine vor Ort. „Haben Sie Zweifel, rufen Sie immer unseren Kundenservice an oder schreiben Sie eine Mail, wir sind weiterhin für die Hemeraner Bürger da“, appelliert Josef Guthoff. Kontakt: 023725008-25/-26 oder E-Mail: kundenservice@stadtwerke-hemer.de

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