Förderverein

32 000 Tulpen sollen Frühlingsgefühle wecken

Der Förderverein Sauerlandpark kam zu seiner Jahreshauptversammlung zusammen

Foto: Ralf Engel

Der Förderverein Sauerlandpark kam zu seiner Jahreshauptversammlung zusammen

Hemer.   Der Sauerlandpark präsentierte viele Projekte für 2018. Der Förderverein baut eine neue „Oase der Sinne“.

32 000 frisch gepflanzte Tulpen in 270 Sorten lassen die Beete an den Themengärten farbenfroh erstrahlen, die neue „Oase der Sinne“ lädt zur Erholung ein, für ein Fest ganz in Weiß müssen die Hemeraner nicht mehr nach Paris, New York oder Berlin reisen: Diese Aussichten machen Lust auf Frühling, und sind dabei nur eine kleine Auswahl der vielen Neuigkeiten im Sauerlandpark.

Auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins blickten Geschäftsführer Heinz Kißmer und Thomas Bielawski als Leiter der Parkpflege auf die vergangene Saison und vor allem auf die neuen Projekte für 2018. „Über 270 000 Besucher trotz des miesen Wetters waren ein Riesenerfolg“, bilanzierte Heinz Kißmer und erinnerte an die großen Konzerterfolge unter anderem der „Fanta 4“ mit 9000 Besuchern. Einen besonderen Dank richtete er an alle Ehrenamtlichen und den Förderverein. Über 100 Helfer stünden regelmäßig hilfreich zur Verfügung.

Auch der Sauerlandpark ist als Tochter der Stadt aktuell von der vorläufigen Haushaltsführung betroffen. Investitionen können nicht so früh erfolgen wie geplant.

Gute Nachrichten hatte Kißmer hinsichtlich der Gastronomie. Die Park­gastronomie soll in der Woche vor Ostern öffnen, in Kürze solle der Vertrag mit einem neuen Betreiber unterzeichnet werden. Für das Restaurant „ZwanzigZehn“ kann die Sauerlandpark GmbH noch keine Lösung verkünden. Seit fast einem halben Jahr ist das Restaurant geschlossen. Man sei auf einem guten Weg, rechnet Heinz Kißmer mit einer Entscheidung in den nächsten Wochen.

Neues Eingangstoram Hauptparkplatz

Als Ganzjahrespark muss der Sauerlandpark früher für eine Blütenpracht sorgen. Seit 2016 sind für die „Frühjahrsoffensive“ rund 80 000 Blumenzwiebeln gepflanzt worden. 32 000 Tulpen in 270 Sorten werden entlang des Hauptweges erblühen. „Wir geben Anregungen für den Hausgarten“, sagt Thomas Bielawski zu den Schaubeeten. In diesem Jahr soll auf dem Himmelsspiegel WLAN angeboten werden. Eine barrierefreie Wegeführung wird ausgeschildert. Die Toiletten des Flora werden saniert. Damit Gäste des Alten Casinos in Pausen nicht mehr vor der Eingangstür stehen, wird eine Terrasse in Richtung Park angelegt. Zu den kostspieligen Neuerungen gehört auch ein neuer Eingang mit Ticketautomat und Drehkreuz am Parkplatz Platanenallee. Auch der Eingang Deilinghofen soll behindertengerecht ausgestattet werden.

Der Förderverein wird mit einer Investition von 25 000 Euro den Park der Sinne verschönern. Die kahle Fläche vor dem Kiosk soll zu einer „Oase der Sinne“ umgestaltet werden. An der Ostseite wird eine mit wildem Wein berankte Pergola mit Sitzplätzen angelegt. Drei große Zieräpfel sollen auf dem durch kleine Hecken unterteilten Platz für Schatten sorgen. Hinter dem Pfadfinderpavillon wird eine gemütliche Lounge-Ecke mit Sonnensegel eingerichtet. „Wir freuen uns auf eine höhere Aufenthaltsqualität“, stellte Lilli Dahm das Projekt für die erkrankte Eva-Maria Rittinghaus vor.

Die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen. Eingeweiht wird die neue „Oase der Sinne“ mit einem sommerlichen Fest für die Sinne – einem „Dîner en blanc“ am 7. Juli. Ganz in Weiß wird dekoriert, und ganz in Weiß sollen die Gäste kommen, ihr Picknick mitbringen. Künstler werden unterhalten.

Zufriedener Blick aufdas erste Jahrzehnt

Überaus zufrieden blickte der mit 1033 Mitgliedern größte Hemeraner Verein am Montagabend in der Aula des Gymnasiums auf das vergangene Jahr mit dem Jubiläumsfest im November. Die neu gekauften Kletterfelsen seien eine schöne Ergänzung für Kinder und Jugendliche. „Es war ein tolles Jahr“, bilanzierte Eckardt Lüblinghoff für den erkrankten Vorsitzenden Dr. Osing. Das sei Motivation, mit dem gleichen Elan weiterzumachen.

Für den Einsatz dankte auch Bürgermeister Michael Heilmann, der drei Stärken lobte. Der Förderverein sei eine starke Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand vorbildlich, die Projekte seien nachhaltig und die Innovationskraft sei ungebrochen.

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen setzten die Mitglieder daher auf das bewährte Team. Eva-Maria Rittinghaus als stellvertretende Vorsitzende wurde bestätigt. Wiedergewählt wurden auch die Beisitzer Lilli Dahm, Johann K.A. Müller, Renate Saemann und Friedrich-Wilhelm Raven. Neu dabei ist Fritz Stieler.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik