Blaulicht

60-Jähriger wird Opfer von Cyberkriminalität

Foto: Oliver Berg / dpa

Hemer.  Unbekannte kaufen online mit der Kreditkarte des 60-Jährigen ein und verschicken eine Erpresser-E-Mail.

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Online auf dem fremden Namen bestellt, Kreditkarte belastet, E-Mails gelöscht und Erpresser-Mail geschrieben: Cyberkriminelle haben bei einem 60-jährigen Hemeraner alle Register gezogen. Am Freitag vor einer Woche bemerkte der Hemeraner laut Polizei mehrere Belastungen auf seinem Kreditkartenkonto, die er nicht erklären konnte. Angeblich hatte er bei Amazon eingekauft. Darauf überprüfte er sein Konto bei dem Online-Warenhaus. Tatsächlich hatte Amazon diverse Spiele, Filme, Programme und Musikdateien ausgeliefert und in Rechnung gestellt.

Der Hemeraner fiel aus allen Wolken. Damit nicht genug: Einige Tage später fiel ihm auf, dass jemand alle E-Mails aus seinem Konto gelöscht hat. Stattdessen las er eine Erpresser-Mail in englischer Sprache, die Geld fordert.

Polizei ermittelt wegenErpressung und Betrug

Die Buchungen auf der Kreditkarte konnten unter Vorbehalt storniert werden. Das Online-Warenhaus prüft die Vorgänge. Und die Polizei ermittelt nun wegen Datenveränderung, Erpressung und Betrug. Wie die Cyberkriminellen in diesem Fall an die Daten gekommen sind, weiß die Polizei zum bisherigen Zeitpunkt noch nicht. Ein Angriffspunkt sei oft das E-Mail-Konto, das für viele Dienste zu einer Art Universalschlüssel geworden ist.

Über den E-Mail-Account aufandere Konten zugegriffen

Wer Zugriff auf die elektronische Post hat, der bekomme, so die Polizei, Zugang zu diversen anderen Konten. Er sieht, bei wem ein anderer eingekauft habt. Er kann sich über „Passwort vergessen“-Funktionen Kennworte zuschicken lassen oder ändern. Er kann Bestellbestätigungen löschen. Und wenn auf einem Kunden-Konto Kreditkarten-Daten hinterlegt sind, braucht er sich auch keine Gedanken über die Bezahlung zu machen. Deshalb rät die Polizei, das Mail-Fach abzusichern durch ein starkes Passwort oder – wenn möglich – eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Polizei appelliert: Lassen Sie keine Fremden an Ihren Rechner – auch nicht den freundlichen, angeblichen Microsoft-Mitarbeiter, der per Fernzugriff den PC warten will.

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