Wilhelm-Busch-Schule

Abriss schafft Platz für Schulneubau

Hausabriss für die Erweiterung der Wilhelm-Busch-Schule

Hausabriss für die Erweiterung der Wilhelm-Busch-Schule

Foto: Ralf Engel

Hemer/Kreis.   Die Wilhelm-Busch-Schule platzt aus allen Nähten. Deshalb erfährt das Schulgebäude in Westig eine Erweiterung.

Eigentlich ist das Westiger Schulgebäude nur für 80 bis maximal 100 Schüler konzipiert, im kommenden Schuljahr werden jedoch schon 120 Jungen und Mädchen die Wilhelm-Busch-Schule besuchen. Die Förderschule des Märkischen Kreises mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung muss dringend erweitert werden. Den Platz dafür schafft ein Hausabriss, der in den vergangenen Tagen erfolgt ist.

Das Mehrfamilienhaus mit der einstigen Filiale der Metzgerei Webers an der Altenaer Straße ist mittlerweile dem Erdboden gleichgemacht worden. Der Kreis hatte die Immobilie im vergangenen Jahr gekauft und sie jetzt abreißen lassen. Für die Schule bietet die Fläche die einzige Möglichkeit für eine Erweiterung. Wie die aussehen soll, ist allerdings noch völlig offen. „Es gibt noch keinen Zeit- und Kostenplan“, teilt Kreissprecher Hendrik Klein auf Anfrage mit. In den nächsten Monaten wollen Schule, Schulverwaltung und Gebäudemanagement konkret planen. Behelfsweise soll ein Klassencontainer aufgestellt werden. Die Zeit drängt, denn in den Folgejahren werden weiter steigende Schülerzahlen erwartet. Einige Klassen sind bereits in das benachbarte frühere Adolf-Fromann-Haus ausgelagert worden.

Schulleiter jetzt mit Stimmrecht im Ausschuss

Wie groß die Probleme sind, erfuhren die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses vor Ort. Die Mitglieder tagten in der Wilhelm-Busch-Schule. Zunächst konnten die Ausschussmitglieder vier Schulvertreter aus dem Kreisgebiet als neue Mitglieder begrüßen und verpflichten. Darunter auch Thomas Wosnitza, Schulleiter der Wilhelm-Busch-Schule. Der Kreistag hatte beschlossen, zwei Lehrervertreter mit Stimmrecht und zwei Stellvertreter als beratende Mitglieder des Schul- und Sportausschusses zu wählen.

Zahl der Ganztagsgruppenhat sich verdoppelt

Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung stand die Änderung der Satzung für die Mittagsverpflegung in den Förderschulen in Trägerschaft des Kreises, die einen Ganztagsbetrieb anbieten. Hier werden künftig pauschalisierte Elternanteile erhoben, um den Aufwand für Eltern und Verwaltung zu verringern und auf die steigende Anzahl von Ganztagsgruppen zu reagieren. Die hatte sich in den vergangenen Jahren von fünf auf zehn verdoppelt.

Die betroffenen Einrichtungen sind die Schule an der Höh in Lüdenscheid, die Carl-Sonnenschein-Schule in Iserlohn-Sümmern sowie die Mosaikschule in Altena und Meinerzhagen. Den gebundenen Ganztag gibt es an der Regenbogenschule in Hemer und der Wilhelm-Busch-Schule. Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig für die Änderung.

Anschließend blieb noch Zeit, die Räumlichkeiten der Wilhelm-Busch-Schule zu besichtigen und das Gelände für den geplanten Neubau in Augenschein zu nehmen. Thomas Wosnitza freut sich über die „gute Unterstützung des Kreises“. Er wies aber auch auf die Schwierigkeiten hin. Die Schülerzahlen steigen – nächstes Schuljahr auf 125 Schülerinnen und Schüler – und es ist schwierig, ausgebildete Sonderpädagogen zu finden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben