Mitmachshow

André Gatzkes zweifache Super-Show

Am Ende verwandelte André Gatzke seine Show in eine ausgelassene Party, bei der Schüler und Lehrer „atemlos“ die Turnhalle rockten.

Am Ende verwandelte André Gatzke seine Show in eine ausgelassene Party, bei der Schüler und Lehrer „atemlos“ die Turnhalle rockten.

Foto: Reinhard Köster

Hemer.   Der aus Hemer stammende Kika-Moderator und Ex-Zivi kehrt zum Jubiläum an die Felsenmeerschule zurück.

Die Frage, ob er seine Schülerinnen und Schüler sowie die Kollegen jemals so ausgelassen erlebt habe, beantwortete Berthold Potts ebenso kurz wie unmissverständlich: „Noch nie!“ Und dabei strahlte der Leiter der Felsenmeerschule, als hätte er grade das große Los gezogen.

In diesem Fall heißt der Hauptgewinn André Gatzke. Der gebürtige Hemeraner, Kika-Moderator und Buchautor präsentierte gestern im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der LWL-Förderschule zwei Spiel- und Mitmach-Shows, die die Turnhalle in die Nähe der Einsturzgefahr brachten. Zuerst waren eine Stunde lang die Sechs- bis Elfjährigen der Primarstufe an der Reihe, später am Vormittag die Zwölf- bis Achtzehnjährigen. Und alle waren von Beginn an schier aus dem Häuschen, lachten bis die Tränen kullerten, sangen, fieberten mit und hatten einen Heidenspaß.

„Ich finde, das sind ganz normale Kinder hier“, sagt André Gatzke zwischen den Shows. Aber sie sind von der Stimmung her besonders schnell auf Höchsttemperatur.“ Schnell bedeutet in diesem Zusammenhang sofort. Wenn André Gatzke am Anfang auf dem Skateboard in die Halle düst und zum Mikro greift, hat er sein Publikum schlagartig im Griff und lässt es erst nach einer Stunde wieder los. Zwischendurch zündet er ein Feuerwerk aus Späßen, Interviews, Spielen, Rätseln, Kuriositäten, Experimenten, Liedern, Tänzen und Geschichten. Es geht Schlag auf Schlag, der 42-Jährige Wirbelwind packt in seine Show soviel hinein, dass am Ende der 60 Minuten der Eindruck entsteht, es seien zwei Stunden wie im Flug vergangen.

Zivildienst hat denLebensweg geprägt

André Gatzke ist in Hemer aufgewachsen. An der Felsenmeerschule hat er vor 23 Jahren seinen Zivildienst geleistet. Das hat nach eigenem Bekenntnis seinen Lebensweg entscheidend geprägt. Zwar hat er Ausbildungen zum Hotelfachmann und Ergotherapeuten absolviert und sogar ein paar Semester Wirtschaft studiert – aber seine wahre Berufung hat er als Entertainer für Kinder gefunden. „Ohne die Felsenmeerschule wäre ich nicht das, was ich jetzt bin“, bekennt er.

Der Kontakt zu seiner Zivildienststätte ist nie ganz abgerissen. So konnte er gestern einige Lehrerinnen und Lehrer begrüßen, die schon vor 23 Jahren an der Schule arbeiteten. Mit anderen steht er ebenfalls noch in Verbindung. Und so ist sein Beitrag zum Schuljubiläum mehr als nur ein Job, sondern offenbar eine echte Herzensangelegenheit. Neben den beiden Shows will Gatzke in diesem Jahr noch mit einem Filmteam ein kurzes Schulporträt drehen. Außerdem wird er den Jubiläumsfestakt am 6. Oktober moderieren. Dann eine auch nur annähernd so enthusiastische Begeisterung auszulösen wie gestern, dürfte selbst dem Tausendsassa André Gatzke schwerfallen. Obwohl, so ganz sicher sollte man sich da besser nicht sein.

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