13-Millionen-Defizit

Angst vor dem faulen Zauber

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Hemer. Ein Defizit von 13 Millionen Euro weist der Haushaltsentwurf 2011 der Stadt Hemer auf, und dieses Minus gilt es in den nächsten Jahren auszugleichen. „Das Jahr 2010 war das schwerste Jahr der Finanzgeschichte der Stadt Hemer“, sagte Kämmerer Werner Dodt am Dienstag in der Ratssitzung.

Dodt fasste weiter zusammen: „Wir verlieren über 20 Millionen unseres Eigenkapitals in einem Jahr, eine Finanzkatastrophe mit langfristigen Folgen: Nothaushaltsrecht, drohende Überschuldung, Verlust der Gestaltungsmöglichkeiten, Demokratiemüdigkeit. Die Zukunft der Stadt ist stark gefährdet!“ Man habe in 2010 aber auch das Gegenteil erlebt, so der Kämmerer, der Zauber der Verwandlung habe sich nicht nur auf das Kasernengelände bezogen, sondern sich auch räumlich und emotional auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt. Die Kehrseite der Medaille - die Neuerfindung der Stadt Hemer - sei mit großen finanziellen Anstrengungen verbunden, die Hemer lange belasten würden. „Umso mehr gilt es jetzt unter erschwerten Bedingungen, den Zauber der Verwandlung nachhaltig zu sichern, damit daraus keiner fauler Zauber entsteht“, betonte der städtische Finanzexperte.

„Wir werden den Weg fortsetzen, den wir mit einer soliden Haushaltskonsolidierung im Jahr 2010 begonnen haben“, sagte Bürgermeister Michael Esken. Für das Jahr 2011 - dem Jahr 1 nach der Landesgartenschau - gebe es seines Erachtens wichtige Handlungsfelder für zukunftsweisende Entscheidungen: Nachnutzung des Sauerlandparks, Brandschutzbedarfsplan, Energy-Award, Demografie, der Komplex Westtangente, A 46, Bahn und Straßen sowie städtische Einrichtungen.

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