Hemer. Die SPD-Fraktion in Hemer möchte, dass Klein-Photovoltaikanlagen in der Stadt gefördert werden. Damit sind ein paar Rahmenbedingungen verbunden.

Die SPD-FraktionHemer beantragt, für das Haushaltsjahr 2023 20.000 Euro für die Förderung von 100 „Klein-Photovoltaikanlagen“ mit einer maximalen Leistung von 600-Watt einzuplanen. Hierbei soll die Förderung pro Anlage 100 Euro je 300-Watt Leistung betragen, maximal 200 Euro.

Lesen Sie auch: Hemer: Parteien fordern Sozialausgleich für Hundesteuer

Für die sogenannten Klein-Photovoltaikanlagen, die auch Balkonkraftwerke genannt werden, sei keine Genehmigung, sondern lediglich ein Anzeigeverfahren erforderlich, so die SPD. Sie würden Strom von rund 600 Watt erzeugen und so spürbar die Stromnetze entlasten. Wenn nun die Anschaffung durch die Stadt Hemer bezuschusst würde, sei zu erwarten, dass Bürgerinnen und Bürger in Hemer diese Förderung beantragen und somit weniger Strom erzeugt werden müssen, heißt es im Antrag der Sozialdemokraten.

Städte außerhalb von Hemer bieten Photovoltaik-Förderungen an

In vielen anderen Städten würde diese Förderung bereits angeboten und von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Die SPD bittet die Verwaltung darum, eine mögliche Refinanzierungsmöglichkeit durch Zuschüsse aus den zuständigen Ministerien beim Land und beim Bund zu prüfen. Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben eine Balkonkraftwerk-Förderung beschlossen. Zurzeit werden die kleinen Photovoltaik-Anlagen bis 600 Watt nicht nur in vielen Regionen gefördert, sondern es wurde deutschlandweit auch die Mehrwertsteuer für diese abgeschafft.