Hemer. Professor Alfred Endres, der als „Rock-Professor“ auf den Bühnen zu sehen ist, war in der Kunstkapelle PeRo in Hemer zu Gast. So war der Auftritt.

Das Publikum war begeistert von Professor Alfred Endres erneutem Gastspiel in der Kunstkapelle PeRoHemer. Der Hagener „Rock-Professor“, wie sich Endres selbst gerne betitelt, zog trotz eisiger Kälte und Schnee viele Zuhörer von außerhalb an. Sie alle waren fasziniert vom Charme der umgebauten Friedhofskapelle und vom facettenreichen Programm des musikalischen Urgesteins.

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Der „Rock-Professor“ schätzt die intime Atmosphäre bei den nahezu Wohnzimmer-Konzerten in der Kunstkapelle. „Eine Perle für Hemer“, mit diesen Worten beschrieb Endres die außergewöhnliche Location in seiner Begrüßung. Bei seinem Konzert wagte Endres diesmal ein wahres Experiment mit seinem Programm „Beats and Ballads“.

Rockklassiker der „Beatles“ und „The Doors“ in Hemer

Sonst gerade für die von ihm dargebotenen Rockklassiker der „Beatles“, „The Doors“ oder auch „Rolling Stones“ gefeiert, hatte er nunmehr ein Kontrastprogramm zusammengestellt und präsentierte im Spannungsfeld seine ganz persönliche Version der Musik aus den 1960er Jahren bis hin zur Gegenwart. Dabei waren zahlreiche deutsche, moderne Stücke mit faszinierenden Texten zu hören.

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Auf „Chains“ von den Beatles aus dem Jahr 1963 folgte beispielsweise „Ich tauche auf“ von Tocotronic aus dem Jahr 2021. Ebenso hatte Endres Stücke von Element of Crime im Repertoire. Aber gerade die Mischung, gepaart mit seiner Ausdrucksstärke sowie seine mit Wortwitz gespickte Moderation zwischen den einzelnen Stücken, kam sehr gut bei den über 40 Zuhörern an.

Eigenwillige Interpretationen

So bewies er sich als wahrer Entertainer mit großartiger Blues-Stimme und jeder Menge Herzblut, der das Publikum nicht nur durch seine eigenwilligen Interpretationen binnen von Minuten in seinen Bann gezogen hatte. Teils komplett verfremdet, teils nur hauchzart bearbeitet, sorgte er mit seinen Darbietungen für manch eine Überraschung. Endres’ musikalische Karriere startete in den 60er Jahren, als Lead-Sänger der Bonner Beat-Formation „The Concentric Movement. Die Musik hat aber immer noch einen hohen Stellenwert in seinem Leben. So singt er neben seinen Solo-Auftritten noch im „Trio Rockato“ und in der legendären Bonner Beat-Formation „The Sixties United“.

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Auch das nächste Konzert in der KunstkapellePeRo Hemer lässt nicht allzu lange auf sich warten. Am 10. März 2023 können Petra und Robert Bluhm das Katrina Wessel-Duo mit Rock, Pop und Evergreens in der Kunstkapelle begrüßen. Einige Eintrittskarten wurden bereits verkauft. Wer dabei sein möchte, kann sich bei Robert Bluhm unter 0179/5290610 oder per E-Mail an pero-bluhm@gmx.de Karten zum Preis von zwölf Euro reservieren lassen.