Hemer. In einer Zukunftswerkstatt möchte die ev. Kirchengemeinde Hemer Kirche weiterentwickeln. An einer Umfrage können sich alle beteiligen.

Was kann und soll die Kirche zukünftig anbieten? Welche Kooperationen sind möglich? Welche Interessen können berücksichtigt werden? Wo gibt es neue Orte und Ideen? Die „Kirche der Zukunft“ möchte die evangelische Kirchengemeinde Hemerzusammen mit möglichst vielen Bürgern bauen und sich für die verschiedensten Interessen und Orte öffnen. Im Vorfeld einer Zukunftswerkstatt wird daher eine große Umfrage gestartet.

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Rund 14.000 Haushalte erhalten in diesen Tagen Post. Die Zahl macht schon deutlich, dass nicht nur die Gemeindemitglieder, sondern alle Bürger, gleich welcher Konfession, angesprochen werden. „Wir möchten, dass sich möglichst viele Menschen mit ihren Ideen einbringen und hoffen auf Ideen jenseits dessen, was wir vertraut sind zu tun. Das ist Gewinn bringend, weil man über den Tellerrand hinausschaut“, sagt Pfarrer i.R. Rolf Neuhaus. Er gehört wie weitere Mitglieder aus Presbyterium und Gemeinde zum „Ideen-Sammel-Gremium“.

Alle Bezirke im Blick

Die Gemeinde sucht Anregungen, Kritik, Einfälle und Verbesserungsvorschläge, um sich weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu werden. Dabei geht es um alle Gemeindebezirke als großes Quartier und nicht nur um originäre Aufgaben der Kirche. So wird auch nach fehlenden Angeboten im Stadtteil gefragt. „Wir haben alle Altersgruppen im Blick, suchen Ideen unabhängig von Gebäuden“, sagt Presbyterin Gudrun Siebert. Die Antworten sollten nicht nur auf die Kirche bezogen sein. „Es gibt keine Denkverbote, wir sind offen für alles“, betont Jörg Schulz. Die Umfragekarten können bis zum 22. September kostenfrei zurückgesendet werden. Den Online-Link zur Umfrage gibt es unter www.kirche-hemer.de. Unterstützt wird das Projekt durch das Institut für Kirche und Gesellschaft.

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Am Sonntag, 22. Oktober, sind dann alle eingeladen, von 15 bis 18 Uhr an der Zukunftswerkstatt im Paul-Schneider-Haus teilzunehmen. Dann werden auch erste Ergebnisse der Umfrage vorliegen. „Wir wollen Chancen sehen und ergreifen“, hofft Pfarrerin Anja Martin auf eine große Resonanz.