Projekt

Aus einzelnen Stimmen einen Chor geformt

Chormusik zum Mitsingen in der Ebbergkirche

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Hemer.  Chorstücke aus großen Oratorien der Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und Georg Friedrich Händel haben rund dreißig Sängerinnen und Sänger des Chorprojektes „Chormusik zum Mitsingen“ am Wochenende in nicht einmal anderthalb Tagen erarbeitet, um diese in einem Abschlusskonzert in der Ebbergkirche am Samstagabend zu Gehör zu bringen. Für Chormitglieder, denen es in ihren Heimatchören nicht möglich ist, größere Chorwerke zu singen, aber auch für Singbegeisterte, die gern in Chorprojekten mitarbeiten, bietet der Chorverband in der Evangelischen Kirche von Westfalen seit mehreren Jahren entsprechende Workshops an.

Meike Pape, Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde Hemer und gleichzeitig auch Vorsitzende des Chorverbandes sowie Granville Walker, Chordirektor und Kapellmeister am Theater Dortmund, übten mit den aus ganz NRW angereisten Sängerinnen und Sängern sowie Mitgliedern des Westfälischen Kammerchores Iserlohn im Zinzendorfhaus insgesamt sieben Chorsätze ein, was in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit intensivste Probenarbeit und allerhöchste Konzentration verlangte.

Die Begeisterung, mit der jeder Einzelne sich mit ganzem Herzen einbrachte, war bereits beim Proben spürbar und hörbar. Die gewünschten Synergieeffekte traten schnell ein und die Stimmen der sich bis dato gegenseitig nicht bekannten Sängerinnen und Sänger harmonierten bereits bei der Abschlussprobe perfekt. Unterstützt wurden sie auch durch Jens-Martin Ludwig, Kantor und Organist der Altstadtkirche Gelsenkirchen, am Klavier.

Bei freiem Eintritt konnten sich die zahlreiche Liebhaber der Chormusik an einem festlichen Musikprogramm erfreuen. Es erklangen Werke von Mendelssohn Bartholdy aus den Oratorien „Elias“ und „Paulus“ sowie aus „Salomon“ von Georg Friedrich Händel. In der Kürze der Vorbereitungszeit hatte Meike Pape ihre Schar zu einer Qualität vereint, die für einen „Patchwork-Chor“ ungewöhnlich ist. Vom ersten Augenblick an bestachen die Sängerinnen und Sänger durch hervorragende Textverständlichkeit und ausgewogene Stimmführung.

Kantor Jens-Martin Ludwig aus Gelsenkirchen bot dem Chor nicht nur eine hervorragende Klavier-Begleitung. Er überzeugte auch mit seinen Soli, Orgelmusik beider Komponisten und einem Stück von G. Unbehaun an der Kleucker-Orgel der Ebbergkirche. Nichts hätte wohl besser als großes Finale gepasst als das „Halleluja“ aus Händels „Der Messias“. Das Publikum lauschte atemlos und verabschiedete die Sängerinnen und Sänger mit lang anhaltendem Applaus.

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