Lungenklinik

Ausatemluft gibt Hinweise auf bestimmte Krankheitsbilder

Dr. Michael Westhoff wurde der Titel „Privatdozent (PD)“ und die damit verbundene selbstständige Lehrberechtigung verliehen.

Dr. Michael Westhoff wurde der Titel „Privatdozent (PD)“ und die damit verbundene selbstständige Lehrberechtigung verliehen.

Foto: Privat

Hemer.  Dr. Michael Westhoff im Rahmen seiner Antrittsvorlesung„Covid-19 aus Sicht der Pneumologie und Intensivmedizin“ die Habilitationsurkunde.

Die Lungenklinik zeigt sich stolz und freut sich mit dem Chefarzt der Pneumologie, Privatdozent Dr. Michael Westhoff, der seine Habilitation in einem ordnungsgemäßen Habilitationsverfahren an der Universität Witten/Herdecke erfolgreich abgeschlossen hat. Mit seiner Habilitationsschrift zur „Ausatemdiagnostik – Methodenentwicklung der Ionenmobilitätsspektrometrie für den klinischen Einsatz in der Pneumologie“ hat Dr. Westhoff bereits im Juli 2020 den Nachweis zur qualifizierten Befähigung zu eigenständiger wissenschaftlicher Forschung und Lehre erbracht.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Dr. Westhoff mit speziellen Verfahren, die über die Ausatemluft Hinweise auf bestimmte Krankheitsbilder geben können. Daraus entwickelte sich auch die Motivation zur Habilitation. Damit hat der Hemeraner Klinikarzt nun die höchstrangige Hochschulprüfung im Rahmen eines akademischen Prüfungsverfahrens absolviert.

Seit April 2001 ist Dr. Michael Westhoff an der Lungenklinik in der Fachabteilung Pneumologie tätig, seit Juli 2008 in leitender Funktion als Chefarzt für die pneumologischen Schwerpunkte Intensivmedizin, Schlaf- und Beatmungsmedizin, COPD, Interstitielle Lungenerkrankungen sowie Pulmonale Hypertonie. In dieser Rolle leitet er das Schlaflabor, das mittlerweile seit über 25 Jahren an der Lungenklinik besteht.

Im Bereich der Beatmungsmedizin hat Dr. Westhoff zudem mit seinem erfahrenen Team vor über zehn Jahren das Weaningzentrum aufgebaut, das seitdem eine überregionale Bedeutung in der Versorgung beatmeter Patienten erlangt hat. Hier können langzeitbeatmete Erkrankte mit hoher Kompetenz und modernsten Techniken von der maschinellen Beatmungsunterstützung entwöhnt werden. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat die Entwöhnung von der Langzeitbeatmung einen hohen Stellenwert bei der Behandlung betroffener Patienten bekommen.

Als Fachexperte engagiert sich Dr. Westhoff schon seit vielen Jahren im Rahmen einer Dozententätigkeit über Vorlesungen an der Universität Witten/Herdecke. Für die Eröffnung des Habilitationsverfahrens waren sowohl die Einwerbung von Forschungsgeldern als auch eine Mindestanzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen erforderlich. So investierte Dr. Westhoff viele Jahre der Forschung und Weiterbildung, um die Anforderungen an das Habilitationsverfahren zu erfüllen. Durch viele wissenschaftliche Untersuchungen und Publikationen zu Themen der Schlaf- und Beatmungsmedizin konnte er im Prüfungsverfahren seine hohe Fachexpertise darlegen.

Größte Schwierigkeit war das Zeitproblem

Die Erkenntnisse, die er speziell zur Ausatemluftmessung bei Lungenerkrankungen, gewonnen hat, legten den Grundstein für die Habilitationsschrift des erfahrenen Facharztes. „Die größte Herausforderung lag darin, alles unter einen Hut zu bekommen. Neben meinem ausgefüllten Berufsalltag in der Klinik, meinen Tätigkeiten in den Fachgesellschaften und in der Ausbildung von Atmungstherapeuten, wurde die Zeit für zusätzliche Vorträge und Publikationen doch manchmal knapp“, blickt Dr. Westhoff zurück und präsentiert stolz seine Urkunde. Kürzlich erhielt Michael Westhoff im Rahmen seiner Antrittsvorlesung „Covid-19 aus Sicht der Pneumologie und Intensivmedizin“ die Habilitationsurkunde. In dem Zuge wurde ihm der Titel „Privatdozent (PD)“ und die damit verbundene selbstständige Lehrberechtigung verliehen.

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