Indien-Hilfe

Bald gibt es im indischen Dorf Wasser für alle

Brunnen Projekt im indischen Jambudi wird unterstützt von der Bürgerstiftung Wenn's brennt

Brunnen Projekt im indischen Jambudi wird unterstützt von der Bürgerstiftung Wenn's brennt

Foto: Picasa

Hemer.  Das Hilfsprojekt der Hemeraner Bürgerstiftung „Wenn’s im Leben brennt“ für das indische Dorf Jambudi ist erfolgreich angelaufen. Die Hälfte der geplanten 22 Brunnen sind kurz vor der Fertigstellung.

Wasser für ein ganzes Dorf: Das Hilfsprojekt der Hemeraner Bürgerstiftung „Wenn’s im Leben brennt“ für das indische Dorf Jambudi ist erfolgreich angelaufen. „Die Hälfte der geplanten 22 Brunnen sind kurz vor der Fertigstellung“, berichtet Johannes Giebels. Der 71-Jährige ist aktuell in Indien vor Ort, um die nächsten Schritte zu koordinieren.

Anderthalb Stunden Fußweg trennt das Dorf von der nächsten Straße, mindestens vier Stunden liegen zwischen den Menschen in Jambudi und der Stadt. Die Bewohner des südindischen Bergdorfes inmitten der Javadi-Berge leben abgeschieden, Entwicklungshilfe ist in dieser Gegend bisher kaum angekommen. „Drei Kilometer bis zur nächsten Wasserstelle - das war Alltag für die Menschen und vor allem für die Frauen und Kinder eine große Belastung“, erzählt Johannes Giebels. Traditionell sind Kinder und Frauen für die Wasserversorgung zuständig.

Seit rund einem Jahr wird das Leben für die 550 Dorfbewohner leichter. Acht neue Brunnen wurden mit Hilfe aus Hemer ausgeschachtet, drei weitere saniert. „Das Material und den Einsatz von Baumaschinen haben wir finanziert“, so Giebels. Angepackt haben größtenteils die Dorfbewohner selbst, „die Menschen sind Feuer und Flamme und sehr dankbar, dass sich etwas tut“, berichtet er. Nicht nur für die Versorgung mit Trinkwasser sind die Brunnen elementar, sondern auch für die Landwirtschaft. Giebels: „Die Menschen sind so zukünftig hoffentlich in der Lage, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“

Auch in den nächsten Monaten gibt es viel zu tun für die 60 Familien in Jambudi. Bis Ende des Jahres sollen alle Brunnen fertig sein, parallel starten in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Don Bosco weitere Projekte. So soll unter anderem eine Biogas-Anlage gebaut werden. „Im Moment verbrennen die Dorfbewohner getrockneten Kuhmist in ihren Hütten“, weiß Johannes Giebels.

Erste Toilette in Jambudi von Nikolaus Emil gespendet

Auch Toiletten soll es in Jambudi bald geben, „die erste hat unser Hemeraner Nikolaus Emil Rumianek gespendet“, berichtet Giebels. Neben Verbesserung der hygienischen Zustände und dem Aufbau einer funktionierenden Landwirtschaft ist Bildung der dritte Baustein des Jambudi-Projekts. „Dank der Unterstützung der Frauenhilfe Becke werden die Kinder in Jambudi schon jetzt von Don Bosco-Mitarbeitern im Dorf unterrichtet“, so der „Wenn’s brennt“-Mitbegründer.

Johannes Giebels ist zuversichtlich, dass in Jambudi der Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt worden ist. Alle Maßnahmen haben ein entscheidendes Credo gemeinsam: Hilfe zur Selbsthilfe. „Das ganze Dorf zieht mit und beteiligt sich auch finanziell, und nur so kann es dauerhaft funktionieren.“ Giebels spricht aus Erfahrung, es ist sein 22. Besuch in Indien. Und mit Sicherheit nicht der letzte: „In den Javadi-Hills liegen 35 weitere Dörfer wie Jambudi.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben