Tag des Friedhofs

Baumurnengräber sind auf Waldfriedhof besonders gefragt

Stadt und Hospizkreis präsentieren die Veranstaltungsreihe zum Tag des Friedhofes

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Hemer.  Eine Erd- oder Feuerbestattung, ein Gemeinschaftsgrab auf der Wildblumenwiese oder doch ein Urnenwahlgrab unter einem Baum oder in einer Urnennische im Kolumbarium? Auch der Tod wirft viele Fragen auf, zumal es viele Formen der Bestattung gibt. Allein auf dem Waldfriedhof gibt es mittlerweile ein Dutzend verschiedene Bestattungsmöglichkeiten. Zum „Tag des Friedhofes 2016“ bieten der Ambulante Hospizkreis und die Friedhofsverwaltung der Stadt Hemer eine gemeinsame Veranstaltungsreihe zum Thema „Raum für Erinnerung“ an. Damit wird an die erfolgreiche Premiere 2014 angeknüpft, bei der das Bürgerinteresse enorm war. „Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und Ehrenamtlichen“, sagte Bürgermeister Michael Heilmann bei der Vorstellung des Programms.

Zu 80 Prozent werden Urnengräber gewählt

Mittlerweile werden schon zu 80 Prozent Urnengräber gewählt. Besonders gefragt sind auf dem Waldfriedhof die Baumurnengräber als pflegefreie Grabstätten im Garten der Erinnerung. Bis zu vier Urnen können an einem Familienbaum beigesetzt werden. Schon 230 Bäume erinnern an Verstorbene. Dieses Jahr sind weitere 80 Eichen gepflanzt worden.

Die verschiedenen Bestattungsformen stehen bei der Inforeihe im Mittelpunkt. Zum Auftakt geht es am Samstag, 3. September, nach Kassel zum Museum für Sepulkralkultur (Totengedenken). Es wird eine Führung und Fortbildung für Menschen aus dem Bereich der „helfenden Berufe“ (Gesamtdauer: zwei Stunden) angeboten. Angesprochen sind Menschen, die im Bereich der medizinischen Versorgung und im Pflege- und Hospizdienst tätig sind. Bei der Führung durch die Dauerausstellung des Museums liegt der Fokus darauf, wie jeweils neue Erkenntnisse der Medizin den Umgang mit den Toten und damit auch die Anlage von Friedhöfen verändert haben. Abfahrt ist um 12 Uhr ab ZOB. Mitglieder des Hospizkreises Hemer zahlen 7,50 Euro, Nichtmitglieder 10 Euro. Anmeldung unter 02372/551-119.

In der zweiten Veranstaltung geht es unter dem Titel „Den Tagen mehr Leben geben“ um die Möglichkeiten der Palliativmedizin“. Am Dienstag, 6. September, um 19.30 Uhr im JuK referieren Dr. med. Dietmar Wulfert, Facharzt für Anästhesiologie, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Geriatrie, Notfallmedizin im St. Elisabeth – Hospital, Herten, und Dr. Peter Brall, Hausarzt aus Menden, über die Möglichkeiten der modernen Schmerz- und Palliativmedizin mit Bezug zum örtlichen Angebot.

Am Donnerstag, 8. September, kann das Krematorium Werl besichtigt werden. Abfahrt ist um 17 Uhr ab Hemer ZOB Anmeldung sind unter 02372/551-119 (Markus Falk) möglich.

Vortrag über Vorsorge und Patientenverfügung

„Vorsorge, Vollmacht, Patientenverfügung – Was und Wie?“ sind die Themen eines Vortrages am Dienstag, 13. September, im JuK. Rechtsanwalt Tobias Noll, informiert über die rechtliche Vorstellung und Erstellung von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen usw.

Beendet wird die Veranstaltungsreihe mit dem „Tag des Friedhofes“ am Samstag, 17. September, von 11 bis 16 Uhr auf dem Waldfriedhof. Informationen aus erster Hand gibt es unter anderem zu den Themen Grabauswahl, Bestattungsarten, Hospiz- und Trauerarbeit, Vorsorgemöglichkeiten für den Trauerfall. Neben der Friedhofsverwaltung der Stadt Hemer informieren der ambulanter Hospizkreis Hemer, Bestatter und Steinmetzbetriebe.

Erfahrungsgemäß sind Fortbildungsfahrten und Informationsveranstaltungen schnell ausgebucht, so dass die Veranstalter eine zeitnahe Anmeldung empfehlen.

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