Stadtplanung

Bebauungsplan Felsenpark und Namen für Kasernen-Straßen beschlossen

Foto: IKZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hemer. Eine große Hürde ist genommen, da tun sich andernorts schon neue Probleme auf: Für die Stadtplaner scheint das zurzeit in der Großbaustelle Hemer Normalität. Am Dienstagabend machten auch die Politiker diese Erfahrung.

Die gute Nachricht zuerst: Mit dem Satzungsbeschluss für die Stadtterrassen und den Felsenpark hat der schwierigste Bebauungsplan für die Landesgartenschau die letzte Hürde genommen. Wegen der Nähe zum FFH-Gebiet, durch die Lage im Landschaftsschutzgebiet und durch Biotope waren für das Gebiet umfangreiche Umweltberichte und eine FFH-Verträglichkeitsstudie notwendig. Auch für den Jübergturm musste ein Gutachten über die „visuellen Auswirkungen” erstellt werden. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden konnte Einigkeit über die Eingriffe und Ausgleichsmaßnahmen wie Neuanpflanzungen oder die Weideflächen für Heckrinder erzielt werden. „Es ist ein sehr guter Kompromiss”, lobte Hans-Georg Humpert (GAH) im Ausschuss für Stadtentwicklung, Uwmelt und Verkehr.

Von einer anderen Baustelle kamen wenig später schlechte Nachrichten. Da das Tiefgaragendach auf einem Streifen direkt vor dem Rathaus angehoben ist, kann das eigentlich geplante Pflaster dort nicht DIN-gerecht eingebaut werden. „Wir können nicht einem Ausbau zustimmen, bei dem die Zerstörung vorherzusehen ist”, bemängelte Hans Schmöle (CDU). Der Ausschuss drängte auf eine technisch einwandfreie Lösung, die unter Umständen zu Lasten der Optik geht. Ob Asphalt oder Beton die Notlösung sein werden, muss kurzfristig entschieden werden. Die Bestellung der Pflastersteine sei längst überfällig, mahnte Chefplaner Stefan Szuggat.

Ein großes Sitzungsthema waren die neuen Straßennamen für die ehemalige Kaserne. Wegen ihrer Länge wie „Vita-Sackville-West-Straße” fanden die Vorschläge für Namen bedeutender Landschaftsarchitekten keine Zustimmung. Die SPD vermisste noch einen Frauennamen. Einstimmig wurden die Nikolai-Gubarew-Straße, Edmund-Weller-Straße, der Nelkenweg, Dahlienweg, Narzissenweg und die Tulpen-Allee beschlossen. Eine Mehrheit gab es für den Blücher-Platz und die Heinrich-Nuttebaum-Straße.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (14) Kommentar schreiben