Sicherheit

Benötigt die Hemeraner Politik mehr Infos zur Sicherheit?

Während der Herbsttage platzte die Innenstadt aus allen Nähten. Um die Sicherheit zu gewährleisten, haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der Polizei und  andere Organisationen zusammengearbeitet.

Während der Herbsttage platzte die Innenstadt aus allen Nähten. Um die Sicherheit zu gewährleisten, haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der Polizei und andere Organisationen zusammengearbeitet.

Foto: Ralf Engel

Hemer.  Die Arbeitsgruppe Ordnungspartnerschaft, das sich mit dem Thema Sicherheit und Ordnung befasst, hat seit Ende 2017 nicht mehr getagt.

Die Arbeitsgruppe Ordnungspartnerschaft ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen Akteuren der Stadt, die mit dem Thema Sicherheit und Ordnung in Verbindung stehen. Die Polizei ist dabei, aber auch die Schulleiter der weiterführenden Schulen, Vertreter der Verwaltung und damit des Ordnungsamtes und der politischen Fraktionen. Nun ist es aber so, dass diese Arbeitsgruppe, das bemängelt die FDP in einem Antrag, zum letzten Mal am 5. Dezember 2017 tagte. Woran könnte dies liegen?

Gute Kooperation zwischen Ordnungsamt und Polizei

Laut Stadt haben vor allem personelle Engpässe mit der fehlenden Einberufung der Arbeitsgruppe zu tun. Zudem habe es keinen dringenden konkreten Bedarf gegeben. „Die Kooperation zwischen Ordnungsamt und Polizei läuft hervorragend und hat sich gut eingespielt“, sagt Bürgermeister Michael Heilmann auf Nachfrage. Auch von Seiten der Polizei ist nur Positives zu hören über die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt. Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizeibehörde des Märkischen Kreises, sagt: „Das ist gelebte Partnerschaft.“ Samstagmorgen am Markttag gehe die Polizei gemeinsam mit dem Ordnungsamt auf Streife.

Auch die Zusammenarbeit bei Großveranstaltungen am Sauerlandpark, den Herbsttagen oder dem Familienfest „Klatsch“ laufe hervorragend. Zudem kooperieren Ordnungsamt und Polizei auch an anderen Stellen. Bei der Aktion zur European Mobility Week, in der Grundschulkinder über verkehrsberuhigte Zonen aufmerksam machten, standen sowohl Polizei als auch Ordnungsamt zur Seite.

Obwohl die Behörden sich über ihre Zusammenarbeit nicht beklagen können, sind regelmäßige Sitzungen der Arbeitsgruppe Ordnungspartnerschaft laut FDP durchaus sinnvoll. „Wir finden es angemessen, dass auch die Politik informiert wird“, sagt Andrea Lipproß, Ortsvorsitzende der FDP. Die Sitzung der Arbeitsgruppe diene auch der Vernetzung, wobei beispielsweise auch Themen wie Gewalt an Schulen oder die Drogenproblematik zur Sprache kommen. „Wir Politiker sind eine Netzstelle zu den Bürgern. Und wir wollen als Teil der Demokratie auch zur Lösung beitragen“, sagt die Ortsvorsitzende.

Zudem gebe es Redebedarf, wie dem Antrag der FDP zu entnehmen ist. „Die Probleme der Stadt in diesem Bereich sind keinesfalls verschwunden, sondern haben sich teilweise sogar verschlimmert“, heißt es in dem Antrag, der auch auf die Vermüllung einiger innerstädtischen Flächen hinweist. Zudem habe sich sowohl die gesetzliche Lage als auch die Besetzung des verantwortlichen Personals geändert. Die Wache hat einen neuen Dienststellenleiter, und auch einige Rektorenposten wurden in der fast zweijährigen Zwischenzeit neu besetzt.

Neue Sitzung soll im Februar einberufen werden

Bürgermeister Michael Heilmann scheint die Dringlichkeit auch zu sehen. Auf Anfrage erklärt er, dass für kommenden Februar eine neue Sitzung der Arbeitsgruppe Ordnungspartnerschaft einberufen werden soll.

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