Hospizkreis

Bis zur letzten Lebensminute an der Seite der Menschen

Der Vorstand des Hospitzkreises mit (v.l.) Barbara Fricke, Carsten Lorentz, Eva Thielen, Jörg Beckmann, Doroteha Hoffmann, Markus Falk und Silke Schulenburg

Foto: Annabell Jatzke

Der Vorstand des Hospitzkreises mit (v.l.) Barbara Fricke, Carsten Lorentz, Eva Thielen, Jörg Beckmann, Doroteha Hoffmann, Markus Falk und Silke Schulenburg Foto: Annabell Jatzke

Hemer.   Der ambulante Hospizkreis hat mit der Jahreshauptversammlung die Weichen dafür gestellt, auch künftig seine ehrenamtlichen Arbeit an der Seite von schwerkranken und sterbenden Menschen tun zu können.

Was man an den Vorstandsmitgliedern hat, weiß man beim Hospizkreis Hemer genau. Von der Mitgliederversammlung wurde zwangsläufig die Vereinsspitze bestätigt. Dorothea Hoffmann führt weiter mit ihrer Stellvertreterin Barbara Fricke den Verein. Um die Finanzen kümmert sich Markus Falk, Eva Thielen bleibt Schriftführerin. Silke Schulenburg, Carsten Lorentz und Jörg Beckmann fungieren als Beisitzer. Nur Andrea Lipproß wurde vom Vorstand als Beisitzerin aus dem Vorstand verabschiedet.

Der Hospizkreis blickt auf ein aktives Jahr zurück. Informationsveranstaltungen, Lesungen und Ausflüge mit Besichtigungen haben den Terminkalender gefüllt. So rege und aktiv wie bisher soll es auch im laufenden Jahr weitergehen. Geplant ist beispielsweise ein Treffen des Vorstandes mit den Leitungen aller Seniorenheime. Des Weiteren soll die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Demenz intensiviert und eine gemeinsame Veranstaltung organisiert werden. Für den Herbst ist weiterhin eine Lesung mit dem Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns aus Witten geplant. Er soll seinen Bestseller „Patient ohne Verfügung“ vorstellen.

Höhepunkt des Jahres dürfte der Welthospiztag am 14. Oktober werden, der mit dem Netzwerk Hospiz/Nord im JuK veranstaltet wird. Unter dem Motto „Jeder Moment ist Leben“ wird ein interessantes Programm geboten. Die Hospizkreise Hemer, Iserlohn und Menden sowie das stationäre Hospiz „Mutter Teresa“ aus Letmathe und der Kinder- und Familienhospizdienst der Caritas „Zeitgeschenk“ werden sich näher vorstellen.

Bitte um Sterbebegleitung schon früh äußern

Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete Barbara Fricke von den Einsätzen der Sterbebegleiter. Im vergangenen Jahr erfolgten acht Beratungen mit Weitervermittlung. Außerdem begleitete der Hospizkreis intensiv vier Patienten auf der Palliativstation der Paracelsus-Klinik. Zudem gab es neun längere Begleitungen, von denen zwei auch noch andauern.Viele wissen nicht um die Existenz des Hospizkreises oder scheuen sich, den Verein früh zu kontaktieren. Sechsmal konnte die Sterbebegleitung deshalb nur sehr kurz gewährt werden. Damit auch weiterhin Sterbebegleitungen angeboten werden können, bildet der Verein sich stetig fort. Erst vor Kurzem ist die Schulung neuer Sterbebegleiter mit einem Kennenlern-Wochenende gestartet. Zwei Männer und sieben Frauen lassen sich diesmal bis Ende Juni ausbilden.

2016 organisierte der Hospizkreis 30 würdige Bestattungen von Verstorbenen, die keine Angehörigen haben. Der Trauer gemeinsam Raum und Platz geben heißt es beim Trauercafé, das der Hospizkreis immer am letzten Sonntag im Monat im Pfarrheim an der Christkönig-Kirche anbietet.

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