Trickbetrüger

Falsche Polizisten auf der Suche nach Opfern in Hemer

“Falsche“ Polizisten haben in der Nacht zum Mittwoch viele Hemeraner wach gehalten. (Symbolbild)

“Falsche“ Polizisten haben in der Nacht zum Mittwoch viele Hemeraner wach gehalten. (Symbolbild)

Foto: Stephan Jansen / dpa

Hemer.  Falsche Polizisten haben sich in der Nacht zum Mittwoch die Hemeraner Telefonbücher vorgenommen und zahlreiche Senioren aus dem Schlaf gerissen.

Eine Welle von Anrufen hat in der Nacht zum Mittwoch zahlreiche Hemeraner Senioren aus dem Schlaf geschreckt. „Falsche“ Polizeibeamte nahmen sich das Telefonbuch vor und meldeten sich bis über Mitternacht hinaus mit der Lügengeschichte, dass sie Einbrecher festgenommen hätten, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Angeblich hätten diese Einbrecher einen Zettel mit Namen und/oder Adresse der Angerufen dabei gehabt, alternativ warnen die Anrufer vor einer Einbruchswelle, die gerade in der Nachbarschaft der Senioren unterwegs sei. Die Opfer sollen Fenster und Türen schließen, kurz darauf folgt jedoch stets die Frage, ob der Angerufene Wertsachen im Haus habe. „Die Anrufer nutzen dabei gezielt den nächtlichen Verwirrungsmoment“, sagt Pressesprecher Christof Hüls.

Polizei betont: Echte Beamten rufen niemals unter der Nummer 110 an

Die Polizei betont, dass sie keine Wertsachen verwahrt und auch keine Anrufe unter der Nummer 110 tätigt. Sie ruft die Angerufenen dazu auf, aufzulegen, wenn ein solcher Anruf kommt. Da die Täter gezielt nach älteren Vornamen in den Telefonbüchern suchen, empfiehlt die Polizei, sich aus Telefonverzeichnissen streichen zu lassen. Dies sei zwar kein sicherer Schutz, vermindere aber das Risiko, Opfer solcher Trickbetrüger zu werden.

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