Realschule

„Bundesjugendspiele“ der anderen Art

Bundesjugendspiele der anderen Art haben rund 500 Realschüler der Hans-Prinzhorn-Realschule erfahren.  

Bundesjugendspiele der anderen Art haben rund 500 Realschüler der Hans-Prinzhorn-Realschule erfahren.  

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Rollerwettfahren, Torwandschießen und Menschenkicker statt der klassischen Bundesjugendspiele sorgten an der Realschule für großen Spaß.

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Kugelstoßen, Sprint und Weitsprung sind typische Sportarten für die Bundesjugendspiele, Rollerwettfahren, Torwandschießen und Menschenkicker fallen einem da nicht sofort ein. Aber genau diese Sportarten haben am Mittwoch rund 500 Schülern der Hans-Prinzhorn-Realschule ein besonderes Sportfest geboten. Mit seinen aufblasbaren Aufbauten hat der Sportveranstalter Trixxit das Felsenmeerstadion in einem neuen Licht präsentiert.

Schüler treten nicht als Einzelkämpfer auf

Schon von weitem ist das Geräusch von tobenden Kindern zu hören. In den schwarzen, hüpfburgartigen Umrandungen der verschiedenen „Sportarenen“ üben die Schüler mit Freude den Sport aus, prallen an dem luftgefüllten Reifen ab, werfen und schießen die Weichschaumbälle umher. Auch Anfeuerungsrufe schallen über das Felsenmeerstadion, die Schüler arbeiten im Team zusammen – und das ist auch Teil des Konzeptes des Bochumer Veranstalters Trixxit.

„Die Schüler erleben etwas, was nicht alltäglich ist“, sagt Veranstaltungsleiter Marcel Nagenborg. Anders als bei gewöhnlichen Sportfesten treten die Schüler zudem nicht als Einzelkämpfer an, sondern zusammen als Klasse. Neben Siegerurkunden wird außerdem ein Fairness-Preis an die Klasse verliehen, die ihre Mitspieler am gerechtesten behandelt hat, nicht mogelt und der gegnerischen Mannschaft bei Komplikationen hilft.

Als weiteren Vorteil des Programms bezeichnet Marcel Nagenborg die Flexibilität der Stationen. „Wir können das überall aufbauen - ob auf einen Sportplatz oder einer Halle“, sagt Nagenborg. Zudem sorge der Stationsbetrieb für ständige Bewegung – zum Beispiel beim Floorball oder auf einem schnell aufgebauten Feldhockey- oder Fußballfeld.

Auch Schulrektorin Anne Beck findet positive Worte für die Aktion: „Da hat keiner gemault, als es zum Felsenmeerstadion ging“, sagt sie. Die Kinder seien hochmotiviert. Sportlehrerin Andrea Berninghaus sieht den Teamaspekt im Vordergrund: „Die Schüler treten mit eigenen Leibchen im Team an. Das sorgt auch für Zusammenhalt in der Klasse.“

Eltern, Förderverein und Schule zahlen 4500 Euro

Der zwölfjährige Barak ist gerade in die neu zusammengewürfelte siebte Klasse gekommen, und hebt diesen Aspekt ebenso hervor: „Wir sind zusammengewachsen“, sagt er. Und auch der 14-jährige Ali Can aus der achten Klasse ist zufrieden: „Wir sind hier keine Einzelkämpfer, sondern eine Klasse“, erzählt er. Dem 15-jährigen Pascal gefallen die außergewöhnlichen Sportarten.

Bei der Siegerehrung wurden ebenfalls ganze Klassen geehrt. Je nach Klassenanzahl im Jahrgang wurden die Plätze eins bis fünf innerhalb einer Klassenstufe vergeben. Der Fairness-Preis ging an die Klasse 10b.

Ganz billig ist die Aktion für die Schule nicht. Rund 4500 Euro verlangte der Sportveranstalter aus Bochum-Wattenscheid laut Anne Beck. Mit Beiträgen von Eltern, dem Förderverein und der Schule werden die Kosten bezahlt. Die Schulleiterin würde die Aktion gerne wiederholen: „Sicherlich nicht im nächsten Jahr, aber in ein paar Jahren kann ich mir das vorstellen“, so Anne Beck.

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