Carichic

Carichic macht sich für Flüchtlinge stark

Im Kleiderladen Carichic wird Spielzeug für den guten Zweck verkauft.

Im Kleiderladen Carichic wird Spielzeug für den guten Zweck verkauft.

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.  Carichic startet einen Spielzeug-Sonderverkauf am 9. November. Bürger sollten nur brauchbare Spenden im Laden abgeben.

Dienstagmorgen, kurz vor zehn Uhr. Viele Kunden stehen bereits vor der Tür, als der Kleiderladen Carichic seine Türen noch gar nicht geöffnet hat. Das Kaufhaus, in dem überwiegend Menschen einkaufen, die Sozialleistungen beziehen, wird gut angenommen. Es ist gut sortiert, und für wenig Geld können Menschen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, dort einkaufen gehen.

Mit einer neuen Aktion möchte Carichic helfen. Gaby Gerwin, Sabine Bechatzek und Ute Gierke stellten ihren Spielzeug-Sonderverkauf vor, der am Samstag, 9. November, zwischen 10 und 14 Uhr stattfindet und einen schönen Erlös für die Flüchtlingskinder in der Kommunalen Erstaufnahme-Einrichtung (KEA) bringen soll.

Premiere imvergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hat das Carichic-Team diese Aktion zum ersten Mal auf den Weg gebracht und das Geld der Caritas zukommen lassen. Jetzt steht man mit dem Integrationsbeauftragten Daniel Braun in Kontakt, damit zum Beispiel Freizeitaktivitäten für die Jungen und Mädchen organisiert werden können.

Dem Kleiderladen wurde in der Vergangenheit sehr viel gut erhaltenes Spielzeug gespendet. Jedes einzelne Teil wurde kontrolliert – alles funktioniert, und Spiele zum Beispiel sind vollzählig. Die Regale auf der Verkaufsfläche sind voll, die Lager auch. Neben Gesellschafts- und Lernspielen gibt es unter anderem Kaufläden, Puzzle, Tretroller und vieles mehr. Gerne nehmen die Ehrenamtlichen von Carichic auch noch Spiele für diese Aktion in Empfang. „Bitte keine Stofftiere“, sagt Sabine Bechatzek. Davon hat der Kleiderladen mehr als genug und weiß aktuell nicht mehr wohin damit.

Mit einem kleinen Laden fing alles an

Carichic startete im Oktober 2007 in kleinen Räumen in Sundwig als Initiative des Pastoralverbundes Hemer. Die Idee war, allen Menschen das Erfolgserlebnis eines guten Einkaufs zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen. Das erste Ladenlokal wurde bald zu klein, im ehemaligen Autohaus Nolte an der Hauptstraße wurde 2011 der neue Kleiderladen eingerichtet. Die Ehrenamtlichen sind mit sehr viel Herzblut dabei und suchen weitere Verstärkung.

Es gibt viel zu tun, sei es im Verkauf oder beim Aussortieren, Sichten und Waschen der Kleider. Leider sei es so, dass immer mehr Leute ihren Müll mit in den Spendensack geben, berichten die Mitarbeiterinnen. Das sei überhaupt nicht Sinn der Sache und bedeute, dass immer größere Mengen von den Ehrenamtlichen entsorgt werden müssen. „Nächstes Jahr wird das richtig teuer“, sagt Gaby Gerwin, denn der Müll könne nicht kostenlos am Bringhof entsorgt, sondern müsse bezahlt werden. Nur Privatleute können ihren Müll kostenfrei zum Bringhof bringen, auch Vereine müssen eine Gebühr zahlen.

Das Carichic-Team appelliert an die Bürger, nur die Spenden in Säcke zu packen und im Laden abzugeben, die wirklich noch verwertbar sind und an andere Menschen weitergeben werden können. Altes Porzellan oder auch die alten Kontoauszüge gehören zum Beispiel nicht ins Spendenpaket.

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