Kultur

Chor aus 300 Zuschauern stimmt beim Rudelsingen mit ein

Mit Gitarre und einer Leinwand mit bekannten Texten motivierte Sänger Hannes Weyland die Gäste zum Mitsingen.

Mit Gitarre und einer Leinwand mit bekannten Texten motivierte Sänger Hannes Weyland die Gäste zum Mitsingen.

Foto: Annabell Jatzke

Hemer.  Hannes Weyland und Philipp Ritter bringen die Massen zum vierten Mal in Hemer im Alten Casino zum Mitsingen.

Fast ein Jahr nach der Premiere des Rudelsingens im Oktober vergangenen Jahres ist die Begeisterung noch nicht abgeflacht. Stattdessen steigert sie sich fast von Mal zu Mal. Besucher, die einmal teilnahmen, kommen meist immer wieder und bringen neue Leute mit. Auch am Donnerstagabend im Alten Casino hat sich der Chor im Zuschauerraum begeistert an den Liedern von Hannes Weyland und Philip Ritter beteiligt.

Diesmal zählte der „Chor“, mit dem Hannes Weyland und Philip Ritter die Lieder anstimmten, knapp 300 Personen. Besuchten bei den ersten Malen vorwiegend Frauen, die Veranstaltung, so haben auch nach und nach Männer den Reiz des Rudelsingens für sich entdeckt. So auch am Donnerstag.

„Sangesfreudige Kehlen“ bringen Unterstützung mit

Hannes Weyland, der auch in anderen Städten den Vorsänger bei Rudelsingen mimt, ist ganz begeistert von den Hemeranern und ihren stimmlichen Qualitäten. „Die Leute kommen, bringen sangesfreudige Kehlen mit und haben Bock“, bringt es Weyland auf den Punkt. Die anfängliche Scheu werde dabei schnell abgelegt und die Leute singen lautstark mit, ganz gleich, ob mal ein schiefer Ton herauskommt oder nicht.

Das Programm war diesmal bewusst etwas anspruchsvoller als bei den vorherigen Malen. „Die Leute mögen es, gefordert zu werden“, weiß Weyland aus Erfahrung zu berichten. Und deshalb müsse es auch mal ein etwas schwierigeres Lied sein. Wenngleich Schlager, Chartstürmer und Co. auch am Abend gespielt wurden.

Neben dem gemeinsamen Singen stets ein Unterhaltungsfaktor ist die sympathische, augenzwinkernde Moderation von Weyland. Er versteht es, das Publikum zu motivieren, mal charmant, mal mit leicht frechem Unterton. „Da kommt gleich das Personal und zieht euch die Stühle unterm Hintern weg“, so der Musiker in Richtung der sitzenden Besucher.

Kein Sitzen oder Quatschen, wenn Hannes Weyland singt

Denn eines steht fest: Gesungen wird im Stehen. Regel Nummer zwei beim Rudelsingen lautet: Quatschen verboten. Für den Smalltalk unter einander gebe es schließlich in den Pausen genügend Zeit.
Musikalisch hielt der Donnerstagabend wieder für fast jeden Geschmack etwas bereit. Schlager, Evergreens, Pop und Rock, mal auf deutsch, mal auf englisch – ein vielfältiges Repertoire. Während Hannes Weyland in die Saiten seiner Gitarre griff und Philip Ritter die Tasten des Pianos anschlug, strahlte ein Beamer die Liedtexte an die Leinwand. Und schon durfte drauflos geschmettert werden.

„Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader eignete sich dabei als Einstieg sehr gut. Aber auch „Capri Fischer“ oder ein Medley verschiedener Kinderserien erklangen im Verlauf des Abends. Marius Müller-Westernhagens „Willenlos“ und „Lena“ von PUR gehörten ebenfalls zu den lautstark mitgesungenen Hits.

Mit der vierten Auflage des Rudelsingens soll aber keinesfalls Schluss sein, eifrig laufen schon die Überlegungen für weitere Termine. Angedacht ist eventuell ein Weihnachtsrudelsingen. Bis dahin können Freunde des Chorgesangs daheim unter der Dusche oder beim Autofahren schon einmal üben.

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