Ausstellung

Das Stadtwappen im Wandel der Zeit

Wappenausstellung Felsenmeermuseum BHV Hemer

Wappenausstellung Felsenmeermuseum BHV Hemer

Foto: Annabell Jatzke

Hemer.  Der Bürger- und Heimatverein eröffnete am Sonntag eine Ausstellung mit Hemeraner Stadtwappen.

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Das Stadtwappen von Hemer ist allgegenwärtig. Dennoch gibt es je nach Zeit und Verwendungszweck Unterschiede in der Ausgestaltung – von der neuesten Ausgabe von 2019 bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Der Bürger- und Heimatverein eröffnete am Sonntag eine Ausstellung zum Thema im Felsenmeermuseum. Dabei gab es viele Besonderheiten.

Unter dem Titel „Hemer im Spiegel seiner Stadt-, Amts- und Gemeindewappen“ dreht sich alles um die Hemeraner Wappen. Im Vorfeld der Ausstellung hatte der BHV Hemer die Bevölkerung aufgerufen, in Kellern und auf Dachböden nach Exponaten zu suchen. Zunächst war, wie der erste Vorsitzende Holm Diekenbrock offen zugibt, die Resonanz eher schleppend, ganz sporadisch wurden die Ausstellungsstücke abgegeben. Dass dann am Ende doch über 140 Exemplare zusammenkamen, überraschte und erfreute Diekenbrock zugleich.

Von kleinen Ansteckern bis zu raumfüllenden Fahnen

Bei der Vernissage konnte der Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins, der selbst eine Wappen-Krawatte trug, zahlreiche interessierte Bürger begrüßen. Unter ihnen auch der ehemalige Stadtdirektor Dieter Voss, der in seiner Dienstzeit die Geschichte des Wappens mitgeprägt hat.

Die Ausstellung, die noch bis zum 15. Dezember zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu besichtigt werden kann, ist laut Diekenbrock eine ganz außergewöhnliche. Der Vielfalt sind keine Grenze gesetzt: Wappen von Stadt und Amt Hemer, sowie der früheren selbstständigen amtsangehörigen Gemeinden Frönsberg, Ihmert, Becke, Deilinghofen, Kesbern und Evingsen. In erstaunlicher Art und Weise werden die in den 1930er verliehenen Wappen zur Verzierung unterschiedlichster Gegenstände verwendet, was von einer bedeutsamen Wertschätzung für die Felsenmeerstadt spricht.

„Eine Ausstellung der Gegensätze und Extrema“, so umschreibt Diekenbrock die Ausstellung. Von kleinen Ansteckern bis hin zu großen Fahnen, die kaum in den Raum der alten Villa Grah passen, in Bezug auf die Größe unterscheiden sich die Exponate sichtlich. Aber auch vom Alter her gibt es Unterschiede. Ob Hitlers „Mein Kampf“ mit Stadtwappen, was über 80 Jahre alt ist, oder die jüngsten Exponate aus dem Jahr 2019 – alles ist zu sehen. Teilweise lagerten die Exponate über Jahrzehnte daheim im Verborgenen, teils geht man Tag für Tag an ihnen vorbei, ohne sie dabei wahrzunehmen. Neben Massenware sind auch zahlreiche Unikate von höchstem ideellen Wert ausgestellt.

1936 wurde Hemer zur Stadt erhoben

Auf drei besondere Exponate wurde am Eröffnungstag explizit eingegangen. Einerseits war die Bürgermeisterkette der Stadt Hemer und andererseits die alte Königskette des Bürgerschützenvereins Deilinghofen zu sehen. Über den Eröffnungstag hinaus wird als herausragendes Exponat die schöne und bedeutungsvolle Urkunde, mit der Hemer seinerzeit 1936 zur Stadt erhoben wurde, gezeigt. Ein Dank sprach Diekenbrock im Zuge der Ausstellungseröffnung allen Leihgebern, seien es Privatpersonen, Vereinen oder auch der Stadt Hemer, aus.

Zudem ging sein Dank an Schriftführer Robert Gräwe, der etliche Stunden in die Vorbereitung der Ausstellung investiert hatte. Lobend erwähnt wurde Gerd Schüttauf, der mithilfe der Tiffany-Kunst das Stadtwappen herstellt, was im Museum verkauft wird. Am Sonntag konnten die Besucher Schüttauf bei der Arbeit über die Schulter schauen.

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