103. Geburtstag

Den Kuchen hat sie selbst gebacken

Elfriede Neumann feierte am Montag ihren 103. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörten neben ihrer Familie - hier Tochter Angelika und Urenkel Fynn - auch Bürgermeister Michael Heilmann.

Elfriede Neumann feierte am Montag ihren 103. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörten neben ihrer Familie - hier Tochter Angelika und Urenkel Fynn - auch Bürgermeister Michael Heilmann.

Foto: Carmen Ahlers

Ihmert.   Elfriede Neumann aus Ihmert ist jetzt 103 Jahre alt und feierte diesen Tag bester Laune im Kreise ihrer Familie.

„Ach, Sie waren doch letztes Mal auch hier“, ruft Elfriede Neumann als sie die Pressevertreterin sieht. Und in der Tat, genau so war es. Die Ihmerterin feierte gestern ihren 103. Geburtstag, und das bester Laune, mit strahlenden Augen und einem breiten Lächeln. An ihrem Ehrentag besonders elegant gekleidet, sitzt die Jubilarin in ihrem Sessel, um mit ihren Gästen auf den Geburtstag anzustoßen. 103 wird man nicht alle Tage, und auch Elfriede Neumann schüttelt lachend den Kopf. „Ich kann das gar nicht glauben“, sagte sie.

Schlagfertig auchim hohen Alter

Die Freude bei allen Gästen ist groß, und die Familie ist stolz, so eine rüstige Seniorin in ihren Reihen zu wissen. Die 103-Jährige gehört keineswegs zum alten Eisen, ihr geht es ihr gut, und zudem sieht sie blendend aus. Sie beweist im Gespräch mit Bürgermeister Michael Heilmann immer wieder, wie schlagfertig sie im hohen Alter noch ist und bringt damit alle immer wieder zum Lachen. Mit Humor lebt es sich leichter, und da ist die 103-Jährige das beste Beispiel.
Was um sie herum und vor allem in Ihmert geschieht, beobachtet die Seniorin mit Argusaugen. Schon vor zwei Jahren schimpfte Elfriede Neumann über den ihrer Meinung nach sehr schlechten Zustand des Ihmerter Friedhofs. Auch wenn Bürgermeister Michael Heilmann sagt, dass zumindest schon neue Bänke aufgestellt worden sind, ist das für die Jubilarin nicht genug. Der obere Teil des Friedhofs sei in einem miserablen Zustand, und in den Sommermonaten zudem immer voller Unkraut. Da bekommt das Geburtstagskind direkt Rückendeckung von Tochter Angelika, und der erste Bürger der Stadt verspricht, noch einmal beim Stadtbetrieb nachzuhaken.

Elfriede Neumann ist in Ihmert keine Unbekannte, denn jahrelang betrieb sie eine Gaststätte, und das mit vollem Einsatz. Die Gaststätte hatte sie bereits von ihrer Mutter übernommen.

Sie hat in ihrem Leben immer viel gearbeitet und erinnert sich gerne an das vergangene Jahrhundert. Zwei Weltkriege hat die Jubilarin mitgemacht. Dass es eine neue Stalag-Dokumentation gibt, hat die Ihmerterin selbstverständlich mitbekommen, und Bürgermeister Heilmann will der Jubilarin nun ein Exemplar als nachträgliches Geburtstagsgeschenk vorbeibringen. „Das sind ja schon bedeutende und wichtige Erinnerungen“, so Elfriede Neumann.

Die Jubilarin kommt noch gut alleine zurecht, und sogar den Geburtstagskuchen hat sie selbst gebacken. Dass sie jeden Tag am Herd steht und ein Mittagessen kocht, ist für sie selbstverständlich. Und wenn sie doch Hilfe braucht, ist ihre Familie jederzeit für sie da. Elfriede Neumann hat ein Kind, ein Enkelkind und einen Urenkel.

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