Lungenklinik

Der Äskulap ist nach Hemer zurückgekehrt

Lesedauer: 3 Minuten
Der Äskulap ist wieder zurück an der Lungenklinik und hat einen neuen Platz neben dem künftigen Eingang der Klinik.

Der Äskulap ist wieder zurück an der Lungenklinik und hat einen neuen Platz neben dem künftigen Eingang der Klinik.

Foto: Privat

Hemer.  Die vier Meter hohe Statue des Äskulap musste für die Erweiterung der Lungenklinik weichen. Jetzt aber kehrt sie zurück.

Jahrzehntelang blickte der griechische Gott Äskulap von der Fassade der Lungenklinik auf die Felsenmeerstadt, dann musste die vier Meter hohe Statue für die Erweiterung des Fachkrankenhauses weichen. Jetzt aber kehrt sie zurück und wurde freudig begrüßt: Das Kunstwerk des Hemeraner Bildhauers Walter Voß wird zwar nicht mehr in luftiger Höhe thronen, dafür aber am künftigen Haupteingang ein Blickfang für Patienten, Mitarbeiter und Besucher sein.

Die Arbeiten an der Großbaustelle der Lungenklinik schreiten weiter voran. Sowohl von außen lässt sich immer mehr das neue Gesicht der Lungenklinik erkennen. Aber auch im Inneren wird tatkräftig daran gearbeitet, dass die ersten Stationen auf Ebene 3 und 2 Anfang Herbst bezugsbereit sein werden. In der Lungenklinik werden Patienten aus ganz Deutschland behandelt.

Spannende Suche nach dem perfekten Platz

Es ist wenig mehr als ein Jahr her, dass die vier Meter hohe Äskulap-Statue als Wahrzeichen der Lungenklinik im Rahmen der Bauarbeiten mühevoll vom alten Haupthaus demontiert wurde. Seitdem ruhte die etwa drei Tonnen schwere Sandstein-Figur gut eingewickelt. Was mit ihr geschehen sollte, war zunächst unklar, da auch der Zustand des Sandsteins erst geprüft werden musste. Jetzt wurde neben dem neu entstehenden Haupteingang eine frei stehende Betonwand an einer Außenwand installiert, auf der die fünf Segmente der Statue neu verankert und einbetoniert wurden.

Ein Mitarbeiter der Fassadenfirma Krutmann habe sich in einem besonderen Maß um den Wiederaufbau des Klinikwahrzeichens bemüht, berichtet die Lungenklinik. „So etwas habe ich noch nie gemacht“, beschreibt der Bauarbeiter diese bemerkenswerte Fassadenarbeit, ein paar Tage vor seinem Ruhestand. Die fachmännische Restaurierung durch einen Steinmetz muss noch erfolgen.

Äskulap oder auch Asklepios ist aus der griechischen Mythologie heraus als Gott der ärztlichen und tiermedizinischen Heilkunst bekannt. Heute symbolisiert der Äskulapstab mit der sich windenden Schlange häufig den ärztlichen oder pharmazeutischen Berufsstand. Die Äskulap-Statue wurde von dem Hemeraner Bildhauer Walter Voß (1900 bis 1977) erschaffen und ziert die Lungenklinik seit dem Jahr 1930. „Wir freuen uns, dass der Zustand der Statue so gut erhalten ist und sie nun an ihrem neuen Standort noch besser zur Wirkung kommt“, wird Torsten Schulte, Kaufmännischer Direktor der Lungenklinik, in einer Pressemitteilung zitiert.

Neben der Montage der Statue entsteht im Außenbereich der Klinik ein neuer Parkplatz an der Mozartstraße. Etwa 50 Plätze können ab etwa Ende Juni genutzt werden. Des Weiteren wird demnächst das letzte Gerüst am Mittelteil des Neubaus abgebaut. Im Innenausbau laufen die Arbeiten ebenso nach Plan, so die Klinik. Auf den Ebenen 3 und 2 gehen die Maßnahmen zur Fertigstellung der Bettenstationen in die Endphase. Die neuen Patientenzimmer sind durch eine frische Farbgebung und geräumige Gestaltung geprägt. Jedem Patientenzimmer ist ein modernes, barrierefreies Bad angeschlossen. „Etwa 25 bis 30 Handwerker sämtlicher Gewerke arbeiten täglich vor Ort an der großen Umbau- und Neubaumaßnahme“, präsentiert Architekt Peter Berndes mit Stolz die Sicht von den neu entstehenden Balkonen, von denen die Patienten den Ausblick in Richtung Stadtzentrum genießen können.

Rund 19 Millionen Euro investiert die Klinik derzeit in die Um- und Erweiterungsbauten.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hemer

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben