Felsenmeer-Museum

Die Hausherrin öffnet persönlich

Der Kindergarten Ruth-Grohe-Haus besuchte das  Felsenmeer-Museum

Foto: Carmen Ahlers

Der Kindergarten Ruth-Grohe-Haus besuchte das Felsenmeer-Museum Foto: Carmen Ahlers

Hemer.   Hemeraner Kindergärten haben die Möglichkeit, das Felsenmeer-Museum zu besuchen und zu erkunden. Genau das hat der Kindergarten Ruth-Grohe-Haus am Dienstag gemacht.

Hausherrin Wilhelmine Grah, ihre Köchin Lisbeth und ihr Kutscher Karl öffneten den Jungen und Mädchen aus dem Ruth-Grohe-Haus persönlich die Tür, und die Kleinen staunten nicht schlecht, als sie die Erwachsenen in der „komischen Kleidung“ sahen. Schnell aber merkten sie, dass es kein modischer Fauxpas war, den sich das Trio leistete, sondern dass das alles zu der Reise in die Vergangenheit gehörte, die die Kinder am Dienstag antraten.

Entdeckungsreise durchdas Felsenmeer-Museum

Es war ein ganz aufregender Vormittag. In mehreren Gruppen ging es auf Entdeckungsreise durch das Museum, einerseits auf den Spuren der Familie Grah, andererseits erfuhren die Jungen und Mädchen etwas über den früheren Eisenerzbergbau im Felsenmeer, die Schmiedearbeit und die Drahtverarbeitung.

Spannend war der scheinbare Besuch der Familie Grah im Obergeschoss des Museums. So schauten sie sich nicht nur ganz genau im Schlafzimmer um, malten sich aus, wie es sein muss, wenn man zum Beispiel kein fließend Wasser und keinen Strom hat. Geheizt wurde mit dem Ofen, der selbst angefeuert werden musste, und auch der Kaffee kam nicht per Knopfdruck, sondern musste per Hand gemahlen werden. Genau unter die Lupe nahmen die kleinen Forscher den Höhlenbären, und beim Knochensuchen wuchs der Ehrgeiz.

Schon seit 2012 besteht das Angebot des Bürger- und Heimatvereins dass sich Kindergartengruppen für diesen besonderen Museumsbesuch anmelden können. Pro Jahr sind es bis zu 260 Kinder, die in den „Museumsmonaten“ auf diese Art in die Hemeraner Geschichte eintauchen.

Die Jungen und Mädchen können sich auch zu Hause weiter mit dem Museum beschäftigen, denn sie bekommen Ausmalbilder mit auf den Weg, die oft als persönliches Dankeschön wieder im Museum landen. Das zum Beispiel ist der Ansporn für die Ehrenamtlichen, dieses Projekt auch 2018 wieder anzubieten.

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