Bärenbande

Die Verbundenheit zum Kindergarten bleibt

Der Förderverein des Kindergartens Räuberbande hat in den vergangenen Jahren viel auf die Beine gestellt. Unter anderem wurden auch die Gartenhütte und die Trecker angeschafft

Der Förderverein des Kindergartens Räuberbande hat in den vergangenen Jahren viel auf die Beine gestellt. Unter anderem wurden auch die Gartenhütte und die Trecker angeschafft

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.   Der Förderverein der „Räuberbande“ wählt einen komplett neuen Vorstand und macht zum Abschied des alten ein Geschenk.

Wenn am 27. Februar die Jahreshauptversammlung des Fördervereins des Kindergartens „Räuberbande“ ansteht, dürfte das eine ganz spannende und aufregende Versammlung werden, denn es muss ein komplett neuer Vorstand gewählt werden. Seit elf Jahren ist Christine Flamme Vorsitzende des regen Fördervereins, aber ihre vier Kinder sind mittlerweile alle in der Schule, und sie will das Zepter nun an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin weiterreichen. 90 Mitglieder zählt der Förderverein aktuell, und das ist eine stolze Zahl, denn die städtische Einrichtung am Birkenweg am Stübecken wird aktuell von 105 Jungen und Mädchen besucht.

Klettergerüste, Trampoline und Matschanlage

Zusammen mit der Kindergartenleiterin Doris Fessen, der stellvertretenden Vorsitzenden Anette Lötters, die auch schon einige Jahre im Amt ist, und Daniela Zwara als Vertretung ihres Mannes Thomas, der im Förderverein das Amt des Kassierers innehat, schaute sich Christine Flamme auf dem Außengelände des Kindergartens um und sagt: „Da haben wir in den vergangenen Jahren ganz schön viel geschafft.“

In der Tat, das Außengelände bietet den Kindern viel und ist auch topographisch attraktiv, denn die Steppkes können sich auf verschiedenen Ebenen austoben. Zum einen gibt es Klettergerüste, einen Sandkasten, Trampoline und auch eine Matschanlage, die in den Sommermonaten viel Freude aufkommen lässt. „Das war eines der ersten Geräte, die wir als Förderverein angeschafft haben“, erinnert sich die Vorsitzende und wird ein wenig rührselig. „Ach, es war doch immer schön hier.“ Christine Flamme besuchte schon als Kind den Kindergarten, kam dann als Praktikantin zurück, ehe sie selbst Mutter wurde und ihren Nachwuchs morgens in die Einrichtung am Birkenweg brachte.

Jüngste Anschaffungen des Fördervereins sind eine Gartenhütte, die im unteren Bereich des Geländes ihren Platz gefunden hat, vier Kameras und Bagger, mit denen die Kinder im Garten unterwegs sind.

Doris Fessen ist diejenige, die den Kindergarten wie ihre Westentasche kennt. Sie leitet die städtische Einrichtung seit 1976 und geht in zwei Jahren in den Ruhestand.

45 Jahre in ihremeigentlichen Traumberuf

Dann hat sie inklusive ihrer Elternzeit 45 Jahre in ihrem „eigentlichen“ Traumberuf gearbeitet. „Eigentlich“ als Einschränkung deshalb, weil die Erzieherinnen heute viel weniger Zeit für die Kinder haben und statt dessen erheblichen bürokratischen Aufwand betreiben müssen. „Das war früher eindeutig anders“, so Doris Fessen.

Die „Räuberbande“ war nicht immer städtisch, sondern war bis 2007 ein Kindergarten des Deutschen Roten Kreuzes. Als das DRK damals in finanzielle Engpässe geriet, übernahm die Stadt den Kindergarten, und alle Beteiligten waren gespannt, wie es mit dem Kindergarten weitergehen würde.

„Es ist gut, dass es so gekommen ist“, resümiert Doris Fessen heute, denn als Chefin der Einrichtung blickt sie auch auf sehr angespannte Zeiten zurück, als in DRK-Trägerschaft alles knapp war – vom Toilettenpapier bis zur Küchenrolle. „Aber dennoch war es auch unter dem Dach des DRK lange eine sehr gute Zeit, vor allem haben wir viel gelernt“, ist Doris Fessen dankbar.

Die Verbundenheit zum Kindergarten im Ort ist groß, alle schätzen die direkte Nähe, und das spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen des Fördervereins wider, dem viele die Treue halten, auch wenn die eigenen Kinder schon in der Schule. Die Jahreshauptversammlung am 27. Februar beginnt um 19.30 Uhr im Kindergarten. Beruhigt sind Doris Fessen und Christine Flamme, dass es wohl Interessierte für die Vorstandsposten geben soll, die die Arbeit des Fördervereins genauso erfolgreich weiterführen wollen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben