Landesgartenschau 2010

Duell der Holztürme: Bürger nutzen Stimmrecht

Foto: IKZ

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Hemer. Der Auftakt war vielversprechend: Über 60 Bürger kamen zur ersten Führung, aber anschließend wurden es immer weniger. Bis zum Abend nutzten insgesamt 173 Hemeraner ihr Stimmrecht für den Jübergturm. Es gibt ein spannendes Duell der beiden Holztürme.

Architekt Ansgar Willers wusste, was er abends nach vier Führungen geleistet hatte, denn er traf auf eine überaus kritische Bürgerschaft. In der Sparkasse treffen Befürworter beider Holztürme, aber auch Kritiker der reduzierten Auswahl und der Abstimmungsmodalitäten aufeinander. Manche Diskussion hätte stundenlang ausgetragen werden können. „Beide Arbeiten sind architektonisch herausragend”, sagte Willers zum Auftakt. Der Jübergturm solle eine Unverwechselbarkeit der Landesgartenschau schaffen und ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Hemer sein, betonte er. Beim runden Holzturm der Stuttgarter Architekten Birk und Heilmeyer lenkte er das Augenmerk auf die nach oben lichter werdende statische Gitternetzstruktur aus Holz und die Wendeltreppe mit Podesten in verschiedene Himmelsrichtungen. Der Zauber der Verwandlung werde durch die Form einer aufgehenden Knospe verdeutlicht.

Die Philosophie der zu Ende gebauten Himmelsleiter mit verschiedenen Perspektiven, breiten Treppen und einem Spiel mit den Dimensionen stellte Willers beim Entwurf der Schweizer bm Architekten vor. Er machte keinen Hehl daraus, dass er wie auch das Kuratorium der Sparkassenstiftung diesen ersten Preisträger favorisiert. Nach der etwa halbstündigen Führung konnten die Bürger ihr Kreuzchen für einen der beiden Holztürme machen. Wer nicht nur mitreden, sondern mitbestimmen möchte, kann sich am 5. September um 15, 16, 17 und 18 Uhr noch in der Sparkasse informieren und dann abstimmen. Das Abstimmungsergebnis will die Sparkassenstiftung am Montag bekanntgeben.

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