Kirche

Ehepaar teilt sich Pfarrstelle für den Bereich Süd

Sonja Timpe-Neuhaus und Rolf Neuhaus teilen sich ab Februar die Pfarrstelle Süd. Am Montag haben sie sich nicht nur ihr zukünftiges Pfarrhaus besichtigt, sondern auch die Christuskirche. 

Sonja Timpe-Neuhaus und Rolf Neuhaus teilen sich ab Februar die Pfarrstelle Süd. Am Montag haben sie sich nicht nur ihr zukünftiges Pfarrhaus besichtigt, sondern auch die Christuskirche. 

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Sonja Timpe-Neuhaus und Rolf Neuhaus bilden seit 26 Jahren in Gelsenkirchen ein Pfarrteam. Im Februar treten sie ihren Dienst in Hemer an.

Statt eines Pfarrers kümmern sich wohl künftig zwei Pfarrer um die evangelische Gemeinde in Sundwig, Westig, Stephanopel und Ispei. Das Ehepaar Sonja Timpe-Neuhaus und Rolf Neuhaus teilt sich mit jeweils einer halben Stelle voraussichtlich ab Februar die Pfarrstelle Süd. Am Montag haben sich die beiden schon mal das Pfarrhaus Am Potthofe angesehen, das ab Januar das Zuhause des Ehepaars werden soll.

Mit der Entscheidung, nach Hemer zu gehen, verlassen sie aber auch ihre alte Stelle in Gelsenkirchen Rotthausen. Dort haben Sonja Timpe-Neuhaus und Rolf Neuhaus den Großteil ihrer gemeinsamen Arbeitszeit verbracht. Im Pfarrbezirk 3 Rotthausen der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde Gelsenkirchen wirkt das Ehepaar schon seit 26 Jahren – wie in Hemer teilen sie sich dort zusammen eine Pfarrstelle.

Jeder übernimmt seinen eigenen Arbeitsbereich

Dementsprechend haben sie auch Erfahrung, wie sie zusammen ihre Aufgaben erfüllen. Jeder hat seinen eigenen Arbeitsbereich, wie das Ehepaar bestätigt. „Er übernimmt beispielsweise die Stadtkirchenarbeit, während ich mich um die Kindertagesstätten kümmere“, erklärt Sonja Timpe-Neuhaus. Auch die Gottesdienste teilt sich das Ehepaar untereinander auf. „Wir haben mal versucht, eine gemeinsame Predigt zu halten. Aber das ist gar nicht so einfach“, sagt Rolf Neuhaus. Das Paar wolle sich sonntags also abwechseln.

Obwohl sich die beiden sicherlich – nach 26 Jahren in Gelsenkirchen – an die neue Pfarrstelle gewöhnen müssen, freuen sie sich auf ihre neuen Aufgaben. „Wir finden es schön, eine Phase zu haben, in der wir etwas Neues entdecken können“, sagt Rolf Neuhaus. Das Sauerland kennen die beiden schon. Tatsächlich hat sich das Paar kennengelernt, als er im Altkreis Rahmede und sie in Lüdenscheid als Geistliche aktiv waren. „Die Menschen sind ähnlicher als man denkt“, erzählt Sonja Timpe-Neuhaus. Anders seien jedoch die Voraussetzungen. „Wir möchten nicht sagen, dass es in Hemer keine sozialen Probleme gibt. In Gelsenkirchen sind die sozialen Probleme aber sichtbarer“, beschreibt es Rolf Neuhaus.

Am vergangenen Mittwoch hat sich das Presbyterium für die Besetzung der Pfarrstelle Süd durch das Ehepaar entschieden. Nun läuft erstmal eine Einspruchsfrist von mehreren Wochen. Es ist aber geplant, dass Sonja Timpe-Neuhaus und Rolf Neuhaus ab Januar nach Hemer in das neu eingerichtete Pfarrhaus ziehen wollen und ab Februar ihre Stelle antreten.

Landeskirche genehmigtdie Stellenteilung

Sie übernehmen damit die Stelle von Matthias Hövelmann, der sich vor etwa zwei Jahren aus seinem Dienst verabschiedet hatte. In der Vakanzzeit hat Pfarrer Bernd Neuser bisher die Vertretung übernommen. „Das war aber nur für den Übergang gedacht“, erklärt Pfarrer Bernd Bartelheimer, der zugleich Vorsitzender des Presbyteriums ist.

Bei der ersten Stellenausschreibung der Kirchengemeinde Hemer für die Pfarrstelle Süd hatte sich nur ein Kandidat gemeldet, der seine Bewerbung später aber zurückzog. Bei der zweiten Stellenausschreibung gab es gleich drei Kandidaten, die sich in Probepredigten bei der Gemeinde vorgestellt haben. Nach der Wahl des Ehepaares genehmigte die Landeskirche die Stellenteilung.

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