St. Martin

Ein ganzer Sternenhimmel voller Laternenlichter

Wissen kompakt: Warum feiern wir jedes Jahr Sankt Martin?

Jedes Jahr ziehen um den Martinstag Scharen von Kindern mit ihren Laternen durch die Straßen. Im Video: Deshalb feiern wir den heiligen Martin.

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Deilinghofen.  Zum St.-Martins-Umzug in Deilinghofen haben viele Kinder ihre selbst gebastelten Lampen hoch gehalten. Tiere grüßen auf dem Weg.

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Schon von weitem sind sie zu erkennen: Hunderte von kleinen Lichtern, die in der Dunkelheit fast einem Sternenhimmel gleichen. Auch am Mittwochabend haben wieder viele Kinder und Erwachsenen an dem Laternenumzug des Familienzentrums Meilenstein und der evangelischen Kindertageseinrichtung Stephanus teilgenommen. Einen Großteil der bunten Lampen haben die Kinder selbst gebastelt.

Je näher der St.-Martins-Umzug kommt, desto eher sind nicht nur die Lichter, sondern auch die Geräusche wahrzunehmen. Wie ein beruhigender Wind spielt der CVJM Posaunenchor Deilinghofen das allzu bekannte Lied „Ich geh mit meiner Laterne“. Kinderlachen und Erwachsenengemurmel ist zu hören, und später die Hufschläge eines Pferdes.

Lehrreiches und Erstaunlichesbeim jährlichen Umzug

Bevor der Zug nämlich um die Obstbaumwiese wandert und schließlich im Felsenmeerstadion einkehrt, hat der Stephanus-Kindergarten das Spiel um St. Martin aufgeführt. Erzieherin Sandra Sczesny spielt Jahr für Jahr den Bettler und weiß, was die Kinder immer wieder am Laternenzug fasziniert: „Die Jüngeren staunen über das Pferd und die vielen Lichter. Und für die Älteren hat der Umzug Wiedererkennungswert“, erklärt sie. Zudem gebe es wichtige Botschaften, die durch die Geschichte von St. Martin überliefert werden: „Die Kinder lernen ganz viel über das Teilen“, ist sich die Erzieherin sicher.

Pferd und St. Martin stellen traditionell die Reiterfreunde Apricke. Nach der Aufführung trägt die Darstellerin nicht das St.-Martin-Kostüm, sondern eine Warnweste. Die Kinder folgen Pferd samt Reiterin aber dennoch mit Begeisterung. Zudem ist der reitbare Untersatz von St. Martin nicht der einzige tierische Begleiter. Zahlreiche Hunde tragen mit leuchtenden Halsbändern ebenfalls zum Lichtermeer bei. Für ein kurzes Stück gehen am Rand auch die Dülmener Wildpferde mit und melden sich ab und zu mit einem Wiehern.

Das Wichtigste am Laternenumzug ist aber der Spaß der Kinder. Viele von ihnen haben ihre Laternen im Kindergarten oder zu Hause selbst gebastelt – mit der entsprechenden Hilfe der Erzieherin oder Mutter und Vater. Der fünfjährige Max zeigt besonders stolz sein Licht. „Das ist ein Eichhörnchen“, verweist er auf das Motiv der Lampe mit Köpfchen und Schweif aus Papier. Er ist mit seinen Eltern und seinen Geschwistern da. Seine siebenjährige Schwester Sophie trägt eine Einhorn-Laterne mit sich. Mit sieben Monaten ist das jüngste Geschwisterkind dabei und wird einem mit Lichterketten geschmückten Kinderwagen geschoben.

Boden von PET-Flaschen als Gerüst für bunte Lichter

Oft bestehen die selbst gebastelten Lichter aus den Böden von PET-Flaschen. Mit Krepppapier umhüllt lassen sie entweder die innern LED-Lichter bunt erscheinen oder zeigen Motive wie die Maus aus der gleichnamigen WDR-Sendung. Viele Laternen sind auch wegen des Regens mit einer durchsichtigen Tüte geschützt.

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