Sundwig

Ein großer Schritt für ein neues Pfarrheim

Das alte Pfarrhaus von St. Bonifatius wird zum Pfarrheim umgebaut.

Foto: Carmen Ahlers

Das alte Pfarrhaus von St. Bonifatius wird zum Pfarrheim umgebaut. Foto: Carmen Ahlers

Hemer.   Die Pfarrgemeinde St. Bonifatius baut das Pfarrhaus direkt neben der Kirche um. Das bisherige Pfarrheim Gartenstraße ist verkauft.

„Es wird kein Palast, aber ein schickes Pfarrheim!“. Pastor Dietmar Schulte, Leiter des Pastoralverbundes Hemer, ist nicht der einzige, der sich auf den großen Schritt in der Kirchengemeinde St. Bonifatius freut, denn das alte Pfarrheim an der Gartenstraße ist nicht nur gehörig in die Jahre gekommen, sondern liegt für die Gemeindemitglieder auch strategisch ungünstig. Das soll sich jetzt ändern. Das alte Pfarrheim hat einen Käufer gefunden, und das ist die Grundvoraussetzung für den Umbau des seit Jahren leer stehenden Pfarrhauses in direkter Nachbarschaft zur Pfarrkirche.

Viele Informationen in der Gemeindeversammlung

Nach dem Gottesdienst gab es im Rahmen der ebenfalls in der Kirche stattfindenden Gemeindeversammlung viele Informationen zum anstehenden Projekt. Pastor Schulte sowie Wolfgang Weinelt und Martin Stolte vom Kirchenvorstand berichteten. So wird das bestehende Pfarrhaus nicht nur umgebaut, sondern es wird auch der Anbau abgerissen, um an der Stelle einen Gemeindesaal entstehen zu lassen, das ganze natürlich barrierefrei. „Der Saal ist groß und teilbar, so dass er von verschieden großen Gruppen genutzt werden kann“, sagte Martin Stolte, „Wenn alles fertig ist, haben wir etwas geschaffen, was unser Gemeindeleben attraktiv macht.“

Das Bauvorhaben schluckt 500 000 Euro – eine gewaltige Summe, die erst mal gestemmt werden muss. Wolfgang Weinelt legte die Zahlen am Sonntag vor: So übernimmt 50 Prozent der Kosten das Erzbistum Paderborn; 40 Prozent würden eh übernommen, die anderen zehn Prozent werden bewilligt, weil zeitgleich das alte Pfarrheim an der Gartenstraße veräußert werden kann. „Zudem können wir 20 Prozent des Verkaufserlöses des Pfarrheims mit in die Baumaßnahme einbringen“, erläuterte Wolfgang Weinelt, „und 20 Prozent haben wir als Eigenanteil auf der hohen Kante“. Fehlen noch zehn Prozent, und genau diese fehlende Summe bereitet dem Kirchenvorstand Bauchschmerzen, denn es musste eine Entscheidung getroffen werden, die früher oder später einschneidende Folgen haben wird und mit dem katholischen Gemeindezentrum in Deilinghofen zusammenhängt.

Das Erzbistum Paderborn bewilligte auch noch diese zehn Prozent – verbunden mit der Auflage, dass es in der Zukunft dann keinen weiteren Gelder für eventuelle Sanierungen des Gemeindezentrums Im Keunenborn zur Verfügung stellt, was zur Folge haben wird, dass dieses Gemeindezentrum irgendwann geschlossen wird.

Eine Entscheidung zu Gunsten des neuen Pfarrheims

„Kleinere Reparaturen oder neue Farbe für eine Wand können wir sicher selbst bezahlen, aber wenn es darum gehen muss, zum Beispiel die Heizung zu erneuern, muss das Gemeindezentrum aufgebeben werden“, sagte Wolfgang Weinelt, und Pastor Dietmar Schulte fügte hinzu. „Diese Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen, aber wir haben sie zu Gunsten des neuen Pfarrheims getroffen. Es ist natürlich ein Haken, der uns im Finanzierungsplan so nicht gefällt“. Auf lange Sicht müssen in Sundwig und Deilinghofen alle zusammenrücken. Läuft alles nach Plan, kann das neue Pfarrheim vielleicht Ende des kommenden Jahres genutzt werden. Das alte Pfarrheim wird wohl im ersten Quartal 2018 an den namentlich nicht genannten Käufer übergeben werden. Die Zeit ohne Pfarrheim muss in St. Bonifatius überbrückt werden, aber es hat schon Gespräche mit den verschiedenen Gruppen gegeben, um Übergangslösungen zu finden. Einige werden im Gemeindezentrum Im Keunenborn unterkommen, und es sollen noch Gespräche mit den anderen Gemeinden des Pastoralverbundes geführt werden, ob man dort vorübergehend mit einem Raum aushelfen kann. „Es sind in fast allen Gruppen Ideen entstanden, wie der Zeitraum überbrückt werden kann“, freute sich Martin Stolte.

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