CDU-Parteitag

Eine Hemeraner Stimme beim digitalen CDU-Parteitag

Die drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz Friedrich Merz (l), Armin Laschet (M) und Norbert Röttgen stehen nach einer Diskussionsrunde im Konrad-Adenauer-Haus.

Die drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz Friedrich Merz (l), Armin Laschet (M) und Norbert Röttgen stehen nach einer Diskussionsrunde im Konrad-Adenauer-Haus.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Bernadette Böger ist als einzige Hemeraner Delegierte digital dabei, wenn ab Freitag ein neuer CDU-Vorsitzender gewählt wird.

Hemer. Seit 2010 hat sie die CDU-Parteitage erlebt, komplett digital ist es nun auch für Bernadette Böger eine besondere Premiere. „Ich freue mich drauf“, sagt die Vorsitzende der Frauen Union MK und stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union NRW. Sie fühlt sich auf den 15. und 16. Januar gut vorbereitet, hat das Parteitagspaket samt Kaffeetasse für lange Beratungen bereits ausgepackt und das Einloggen in den virtuellen Plenarsaal geübt. Als eine von 1001 Delegierten ist sie quasi die Stimme für Hemer.

Wem sie ihr Votum gibt, will die Christdemokratin jedoch nicht verraten und verweist auf das Wahlgeheimnis. Eigentlich müsste sie hin- und hergerissen sein. Die Spitze der Frauen Union im Bund hat sich in einer zweieinhalbstündigen Vorbesprechung, an der die Hemeranerin digital teilgenommen hat, für Armin Laschet oder Norbert Röttgen als neuen Vorsitzenden der CDU ausgesprochen. Die CDU Südwestfalen und auch die Hemeraner Christdemokraten in einer Mitgliederversammlung vor zwei Jahren favorisieren Friedrich Merz. „Wir haben drei kompetente Kandidaten und werden den Gewählten voll unterstützen“, betont Bernadette Böger.

So sieht es auch der Hemeraner CDU-Vorsitzende Martin Gropengießer. „Jeder der Kandidaten ist geeignet. Es wird eine gute Lösung geben. Wichtig ist, dass die Partei geschlossen hinter dem Vorsitzenden steht“, so Gropengießer. Erfreulich sei es, dass aus Hemer eine Delegierte komme. Bernadette Böger werde eine gute Wahl treffen. Persönlich favorisiert Gropengießer Friedrich Merz, weil es durch ihn gelänge, die CDU als Volkspartei breiter aufzustellen. Gerne hätte die CDU Hemer nochmals eine Diskussion über die Kandidaten geführt, in Anbetracht der Pandemie sei dies nicht möglich gewesen. Den digitalen Parteitag begrüßt der CDU-Vorsitzende ausdrücklich: „Es ist ein gutes Signal, dass die CDU als moderne Partei die Digitalisierung voranbringt“. Eine Entscheidung sei mit Blick auf die Bundestagswahl auch jetzt erforderlich. Auch für die Kanzler-Frage sei die Abstimmung eine erste wichtige Entscheidung. Eine Lösung müsse dann zusammen mit der CSU gefunden werden.

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