Hündin Anukka

Eine OP besser gestern als heute

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Stephan Meyer und seine Hündinnen Maiju (schwarz) und Anukka (hellbraun)

Stephan Meyer und seine Hündinnen Maiju (schwarz) und Anukka (hellbraun)

Foto: Privat

Hemer.  Wer Stephan Meyer und der kranken Hündin Anukka helfen möchte, kann auf das Spendenkonto spenden.

Die Krankengeschichte der Labradorhündin Anukka hat viele Herzen erreicht. Die Hündin von Stephan Meyer muss dringend operiert werden (wir berichteten), aber die Versicherungen übernehmen die Kosten nicht. So wird dieses Krankheitsbild bereits von vorneherein komplett ausgeschlossen oder eben erst nach 18-monatiger Mitgliedschaft bezahlt. Anukka ist erst ein Jahr alt und leidet an einer extremen Fehlstellung der Beine, die sie in den letzten Monaten entwickelt hat. Per Telefon und E-Mail erreichten die Heimatzeitung sehr viele Nachrichten von Bürgern, die helfen möchten. Zum einen mit Geldspenden, aber auch mit kostenloser Physiotherapie nach den Operationen.

Eine schmerzfreie Hündinist das Ziel

„Anukka sollte besser gestern als heute operiert werden“, macht Dr. Maximiljan W. Krauß, Fachtierarzt für Chirurgie und Leiter der Düsseldorfer Tierklinik, deutlich, dass es das größte Ziel ist, dass die Labrador-Hündin schmerzfrei wird. In zwei Operationen mit zeitlichen Abständen würde er die Fehlstellung der Vorderbeine richten. Wie kommt zu dieser Krankheit? Durch ein verzögertes oder unzureichendes Wachstum der unteren Wachstumsfuge der Elle, die für den Längenwachstum dieses Knochens verantwortlich ist, verkürzt sich die Elle. Da die danebenliegende Speiche aber normal weiterwächst, wird sie wie eine Bogensehne gebogen. Der gesamte Unterarm verbiegt sich, und es kommt zur Pfotenstellung nach außen. Bei starker Ausprägung der Erkrankung ist der Druck der Speiche auf den Oberarmknochen dabei so groß, dass es zur Subluxation des Ellenbogengelenks kommt. Genau das ist bei der Hündin aus Hemer geschehen, so dass der operative Eingriff unvermeidbar ist. Die Kosten für die Operation werden zu diesem Zeitpunkt mit 4800 Euro von der Klinik angegeben.

Eine Menge Geld, die Stephan Meyer alleine nicht stemmen kann. Auf Grund seiner psychischen Erkrankungen ist er mit 36 Jahren bereits Frührentner. Im täglichen Leben geben ihm die Hunde große Kraft. „Ich finde es mega, dass so viele Leute helfen möchten. Ich bin sehr dankbar“, sagt Stephan Meyer, den das große Mitgefühlt sehr freut. Er hat eine enge Bindung zu seinen beiden Hunden und ist glücklich, dass Anukka hoffentlich schnell geholfen werden kann.

Wer die Behandlung der Labradorhündin unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto des Mendener Vereins „Tiere für Tiere e.V.“ einzahlen. Im Gespräch mit der Vereinsgründerin Janine Rau wurde schnell deutlich, dass dieser Verein genau der richtige ist, über den die Spendenaktion laufen kann. Die 36-Jährige hat den Verein 2010 gegründet, als sie selbst in einer schwierigen Situation war. „Meine Hunde standen für mich jedoch schon immer an erster Stelle. So war meine größte Sorge, dass irgendetwas mit ihnen sein könnte, sie krank würden oder sich verletzen könnten“, sagt Janine Rau.

25 Tieren konnte der Verein bereits helfen

Der Verein finanziert sich in erster Linie über Benefiz-Veranstaltungen und Spenden. Viele Jahre richteten die Vereinsmitglieder das große Benefiz-Hunderennen an der Edelburg aus. „Leider mangelt es wie so oft an tatkräftiger Unterstützung ehrenamtlicher Helfer, weshalb die Veranstaltung 2015 zum letzten Mal stattfand. In erster Linie hilft ‘Tiere für Tiere’ bedürftigen Menschen, deren Tiere erkrankt sind oder sich verletzt haben und die Halter nicht allein für die Tierarztkosten aufkommen können“, beschreibt die Hundetrainerin, „meistens werden kostenlose Darlehen vergeben, die vom Halter je nach Einzelfall ganz, zum Teil oder gar nicht zurückgezahlt werden. So konnte eine Auszubildende den Kreuzbandriss ihres Hundes operieren lassen, und der Kater einer Rentnerin hat nun keine Zahnschmerzen mehr“. Die Bedürftigkeit eines jeden Halters müsse immer nachgewiesen werden, die einzelnen Fälle würden sorgfältig geprüft, damit das Geld auch nur dort ankomme, wo es gebraucht werde, so Janine Rau. Insgesamt hat der Verein bereits 25 Tieren und somit natürlich auch Herrchen und Frauchen helfen können.

Ausstellung von Spendenquittungen möglich

„Die Geschichte von Anukka ist schlimm, unser Verein wird 500 Euro zu den Behandlungskosten dazugeben“, sagt die Mendenerin und hofft, dass das Tier bald ein Leben ohne Schmerzen führen kann. Wer für Anukka spenden möchte kann unter dem Stichwort „Anukka“ auf das Konto des Vereins einzahlen: Tiere für Tiere e.V. , Sparkasse Märkisches Sauerland, DE48 4455 1210 0001 1887 70 . Wer eine Spendenquittung benötigt, kann das entweder auf der Überweisung mit Adresse vermerken oder eine E-Mail an m.marx@tifti.de schreiben.

Wenn mehr Geld als benötigt auf das Konto des Vereins überwiesen wird, kommt das Geld anderen Tieren in Not zu Gute, deren Besitzer sich ebenfalls in misslichen Situationen befinden. So landen die Spenden ausschließlich im Tierschutz.

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