Museum

Eishockeytor ein weiterer Museumsbaustein

Über den originalgetreuen Nachbau eines Eishockeytores freuen sich Marco Voge. Christian Schweitzer, Rainer Tüttelmann, Stefan Klein und Bernd Schnieder

Über den originalgetreuen Nachbau eines Eishockeytores freuen sich Marco Voge. Christian Schweitzer, Rainer Tüttelmann, Stefan Klein und Bernd Schnieder

Foto: Ralf Engel

Hemer.  Die Einrichtung von „Puck – das Eishockeymuseum“ läuft auf Hochtouren. Die Einweihung erfolgt Ende April.

„Es ist sehr beeindruckend. Hier steckt nicht nur eine Menge Geld, sondern viel Herzblut und Engagement drin“, wer wie der Erste Beigeordnete Christian Schweitzer schon einen Blick in „Puck – das Eishockeymuseum“ werfen durfte, der ist voll des Lobes und kann die Fertigstellung und Eröffnung kaum abwarten. Täglich füllen sich derzeit die Vitrinen und Schaukästen. Ab Ende April soll die neue Attraktion am Sauerlandpark zum Mekka der Eishockeyfans werden. Die offizielle Eröffnung mit geladenen Gästen ist am Tag der Gründung des Iserlohner EC geplant.

Mit dreidimensionaler Brille mitten auf der Eisfläche

Ein besonderes Ausstellungsstück konnte am Freitag übergeben werden. Michael Weist, Chef der Firma GEG Glümer aus Iserlohn, hat ein Eishockeytor originalgetreu nachgebaut. Lediglich in der Tiefe musste es reduziert werden, um im Ausstellungsraum nicht zu viel Platz einzunehmen. Besucher werden sich in dieses Tor stellen können und dann durch eine dreidimensionale Brille ein Training verfolgen können, mit Torschuss direkt auf den Brillenträger. Schon allein diese Station ist ein Beispiel für die moderne Technik, die das Museum für alle Generationen zum besonderen Erlebnis machen soll.

Finanziert wurde das Tor durch einen Heimatscheck, jener Förderung der Landesregierung, durch die besondere Projekte mit jeweils 2000 Euro unterstützt werden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Marco Voge hatte auf die Fördermöglichkeit aufmerksam gemacht. „Das Heimatprogramm habe ich sehr gerne mit beschlossen“, freut sich der Christdemokrat über den Etat. Seit dem sechsten Lebensjahr ist er Eishockeyfan und zeigte sich von dem Museum begeistert. „Es ist ein Stück Heimat, es prägt unsere Heimat“, so Voge.

Das Museum entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Nelkenweg und geht auf die Initiative von Engelbert Himrich als Mäzen zurück. Fünf ehemalige Kasernenräume sind miteinander verbunden worden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Aus mittlerweile über 870 Ausstellungsstücken – die vielen Pins und Aufkleber nicht mitgerechnet – von 114 Spendern haben die Museumsmacher um Rainer Tüttelmann die Qual der Wahl. Doch die Ausstellung lässt den Austausch von Exponaten zu.

Größter Raum für die Deilinghofer Wurzeln

Strukturiert ist die Ausstellung nicht nach Zeiträumen, sondern nach Themen, wobei den Deilinghofer Wurzeln zum Auftakt der größte Raum gewidmet ist. Ein Riesenfoto aus der alten Eishalle der Kanadier in Deilinghofen und eine alte Spielerbank gehören zu den Blickfängen.

„Wir sind im Endspurt“, geht Rainer Tüttelmann davon aus, dass das Museum in einer Woche komplett bestückt ist. Dann wird die Technik wie Hörstation mit historischen Interviews, Bildschirme mit alten Filmaufnahmen, ein digitales Fotoalbum oder eine Multivisionswand mit Touchscreens dem Testlauf unterzogen.

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