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Erzieherinnen stoßen an Grenzen

KiBiz - Diskussionsrunde im Stephanus-Kindergarten in Deilinghofen mit MdL Inge Blask (SPD)

KiBiz - Diskussionsrunde im Stephanus-Kindergarten in Deilinghofen mit MdL Inge Blask (SPD)

Foto: IKZ

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Deilinghofen. Die individuelle Förderung jedes Kindes wird in den Kindertageseinrichtungen groß geschrieben, doch die Stimmung in den Kindergärten ist schlecht. Die geplanten anstehenden Änderungen im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) bereiten Sorgen, und im Kindergarten Stephanus trafen sich Leitungen und Mitarbeiter aus evangelischen Einrichtungen im Kirchenkreis Iserlohn-Lüdenscheid mit der Landschaftsabgeordneten Inge Blask (SPD). Auch MdL Thorsten Schick (CDU) war zu dieser Veranstaltung eingeladen, konnte sie aber aus terminlichen Gründen nicht wahrnehmen.

Die anstehende Revision Ende März im Landtag hat die Teilnehmer der Diskussionsrunde an einen Tisch gebracht. Eines wurde schnell deutlich: Gewillt und hochmotiviert, hohe Qualität zu liefern und das Beste für die Kinder zu geben, ist man in allen Einrichtungen. Deutlich wurde aber, dass alle an ihre Grenzen stoßen, sei es auf Grund der Gruppengröße bei der Betreuung der Kinder.

Arbeitsdichte groß und Personal knapp bemessen

Zum Beispiel habe man in der Woche genau 3,5 Stunden für die sogenannte Vorbereitungszeit (Fortbildung, Vor- und Nachbereitung bei der Förderung jedes Kindes, Beratungsgespräche mit den Eltern). Ist eine Mitarbeiterin krank, fällt diese Zeit weg. Die Arbeitsdichte sei sehr groß und das Personal knapp bemessen, lautete die Kritik. Die Jungen und Mädchen im Kindergartenalter fordern hundertprozentige Aufmerksamkeit, man könne sich die Kinder nicht alleine beschäftigen lassen.

Ein warmes Mittagessen soll künftig für alle Kinder angeboten werden, nicht nur für die Jungen und Mädchen, die 45 Wochenstunden betreut werden. In den meisten Einrichtungen seien die räumlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben.

Wenn vom Land angekündigt wird, 100 Millionen Euro für Kindertageseinrichtungen auszuschütten, höre sich das zunächst gut an. Wenn man die Summe aber auf die einzelnen Kindertageseinrichtungen umrechne, bleibe nicht mehr übrig als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, hieß es in der Gesprächsrunde.

Landtagsabgeordnete Inge Blask nahm die Betroffenheit des KiTa-Personals mit nach Düsseldorf und betonte, der Erzieherberuf brauche einen höheren Stellenwert und auch auch eine höhere Bezahlung.

Regelmäßige Gesprächemit der Politik

Eines wurde direkt vereinbart: Dass die Kindergarten-Leitungen und Mitarbeiter regelmäßig mit der Politik ins Gespräch kommen wollen, um aus der Praxis heraus zu erzählen. Alle Themenbereiche konnten in dem ersten Treffen nicht angesprochen werden, aber das gestrige Gespräch soll den Auftakt einer Reihe bilden.

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